König & Cie. Aframax Tanker-Flottenfonds: Falsch beratene Anleger können Schadensersatz fordern

König & Cie. Aframax Tanker-Flottenfonds: Falsch beratene Anleger können Schadensersatz fordern
26.10.2012248 Mal gelesen
Bei dem Schiffsfonds König & Cie. Aframax Tanker-Flottenfonds wurde der im Sommer 2012 beschlossene Verkauf der Fondsschiffe durchgeführt. Anleger können von spezialisierten Anwälten überprüfen lassen, ob ihnen Schadensersatzansprüche zustehen.

Der Schiffsfonds König & Cie. Aframax Tanker-Flottenfonds zog im Jahr 2012 die finanzielle Notbremse, da absehbar war, dass erhebliche Ausgaben im Jahr 2013 angefallen werden, während gleichzeitig die Einnahmen schwächeln. Nachdem im Sommer 2012 beschlossen worden war, dass die vier Tanker des Fonds veräußert werden sollen, wurden diese im Herbst 2012 nach Informationen der Fondszeitung (Ausgabe 21/12) an eine chinesische Reederei verkauft.

 

Ein Wermutstropfen für die Anleger des König & Cie. Aframax Tanker-Flottenfonds ist, dass keine weiteren Auszahlungen mehr möglich sind, die Anleger aber dennoch den Unterschiedsbetrag versteuern müssen. Anleger des Schiffsfonds, die sich angesichts des Geschehenen fragen, ob sie überhaupt die „richtige“ Kapitalanlage hatten, können von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht prüfen lassen, ob eine schadensersatzpflichtige Falschberatung vorlag.

 

Eine ordnungsgemäße Anlageberatung muss sowohl dem Anleger als auch der Anlage gerecht werden. Zunächst müssen die Wünsche des Anlegers von den Beratern erfasst werden. Dies kann zum Beispiel die Sicherheit des investierten Geldes sein oder eine risikoreiche Renditeorientierung. Erst dann kann von den Beratern eine diesen Wünschen entsprechende Kapitalanlage ausgewählt werden.

 

Anlageberatung musste sowohl anleger- als auch anlagegerecht sein

 

In einem nächsten Schritt müssen die Berater umfassend über die Kapitalanlage informieren: Wie funktioniert das Anlagemodell und welche Risiken bestehen? Die Berater dürfen also nicht nur die Vorteile und Chancen eines Finanzprodukts anpreisen, sie müssen auch über Risiken aufklären. Dies gilt insbesondere dann, wenn ein Anleger sich zuvor noch nie an einem geschlossenen Fonds beteiligt hatte. Wurde gegen eine dieser Pflichten verstoßen, bestehen Schadensersatzansprüche wegen falscher Anlageberatung.

 

Wurde Anlegern die Schiffsbeteiligung König & Cie. Aframax Tanker-Flottenfonds als sichere Kapitalanlage empfohlen, handelt es sich um eine falsche Empfehlung. Denn Schiffsfonds sind unternehmerische Beteiligungen, welche aufgrund dessen keine Sicherheit des investierten Geldes bieten können. Daneben gibt es noch weitere Risiken, wie zum Beispiel das Verlustrisiko, die Betriebsrisiken oder den ungeregelten Zweitmarkt, der keine jederzeitige problemlose Verfügbarkeit des Geldes erlaubt. Ein oft lohnender Ansatzpunkt ist die (mangelnde) Aufklärung über Provisionen.

 

Verjährung von Ansprüchen

 

Für Anleger des Schiffsfonds König & Cie. Aframax Tanker-Flottenfonds, die bei ihrem Anlageberatungsgespräch falsch beraten wurden, bestehen gute Chancen, dass sie sich von ihrer Beteiligung an dem Schiffsfonds trennen können und Schadensersatz fordern können. Allerdings können entsprechende Schadensersatzansprüche auch aufgrund von Verjährung undurchsetzbar werden. Neben der Maximalfrist von 10 Jahren seit dem Vertragsschluss gibt es auch noch eine weitere, dreijährige Verjährungsfrist, die ab dem Zeitpunkt zu laufen beginnt, an welchem die Anleger des  Schiffsfonds König & Cie. Aframax Tanker-Flottenfonds wussten, dass sie falsch beraten wurden. Hierbei können Mitteilungen über die wirtschaftliche Lage des Schiffsfonds von Bedeutung sein.

 

Weitere Informationen:

Infoseite Schiffsfonds und Schiffsbeteiligungen

 

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