Prorendita 3: Interessengemeinschaft für die Prorendita-Lebensversicherungsfonds

Prorendita 3: Interessengemeinschaft für die Prorendita-Lebensversicherungsfonds
23.10.2012289 Mal gelesen
Nicht erwartungsgemäße (Zwischen)Ergebnisse ziehen Fragen nach sich. Auch bei den Prorendita-Fonds, die sich wirtschaftlich schlecht entwickelten, ist dies so. Im Rahmen einer Interessengemeinschaft soll diesen Fragen auf den Grund gegangen werden.

Eine glänzende wirtschaftliche Entwicklung war den fünf verschiedenen Prorendita Britische Leben-Lebensversicherungsfonds nicht vergönnt. Auch der Fonds Prorendita 3 war hiervon nicht ausgenommen, sodass sich die Frage stellt, ob unter dem Schlussstrich letztendlich ein Plus oder ein Minus stehen wird.Doch warum konnte es überhaupt zu einer solchen Situation kommen?

 

Da die Klärung solch komplexer Themen eine umfangreiche Aufgabe ist, bietet es sich an, dass die Anleger des Lebensversicherungsfonds Prorendita 3 sich zusammenschließen. Eine solche Möglichkeit kann eine Interessengemeinschaft sein. Dr. Ralf Stoll, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, gründete daher eine Interessengemeinschaft für die Prorendita Britische Leben-Fonds. Im Rahmen der Interessengemeinschaft sollen die noch offenen Fragen geklärt werden. Da entsprechende Expertengutachten ihren Preis haben, sollen die Kosten durch die Interessengemeinschaft verteilt und somit für den einzelnen Anleger erschwinglicher werden.

 

Ein besonderes Thema, das im Zusammenhang mit Interessengemeinschaften immer wieder von (Anleger)Interesse ist, sind „Sammelklagen“. In Deutschland gibt es keine Sammelklagen wie in den Vereinigten Staaten – es gibt aber ein ähnliches Verfahren: Das Kapitalanleger-Musterverfahren, auch Verfahren nach dem Gesetz über Musterverfahren in kapitalmarktrechtlichen Streitigkeiten (KapMuG-Verfahren) genannt. In einem KapMuG-Verfahren können Streitigkeiten und Fragen für alle Anleger einer Kapitalanlage verbindlich vor Gericht geklärt werden.

 

Anleger des Lebensversicherungsfonds Prorendita 3 können zusätzlich erwägen, ihre Beteiligung an dem Lebensversicherungsfonds von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht auf individuelle Schadensersatzansprüche überprüfen zu lassen. So kann beispielsweise das Anlageberatungsgespräch auf schadensersatzauslösende Fehler untersucht werden. Im Fall einer Falschberatung bestehen gute Chancen der Anleger, dass sie sich von ihrer Beteiligung an dem Lebensversicherungsfonds Prorendita 3 trennen können und Schadensersatz verlangen können. Allerdings müssen Anleger beachten, dass Schadensersatzansprüche auch von Verjährung bedroht sein können.

 

Weitere Informationen:

Infoseite Prorendita Lebensversicherungsfonds

 

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