MPC MS Rio Eider: Schiffsfonds sind keine verlässlichen Kapitalanlagen

MPC MS Rio Eider: Schiffsfonds sind keine verlässlichen Kapitalanlagen
09.10.2012233 Mal gelesen
Eine positive Halbzeitbilanz kann bei dem Schiffsfonds MPC MS Rio Eider nicht gezogen werden. Gerade für Anleger, die unter falschen Prämissen in den Schiffsfonds investierten, kann die Überprüfung der Kapitalanlage auf Schadensersatzansprüche Chancen bieten.

Die Zwischenbilanz des Schiffsfonds MPC MS Rio Eider fällt nach der Hälfte von dessen 16-jähriger Laufzeit alles andere als gut aus. Die wirtschaftliche Entwicklung des Schiffsfonds weicht deutlich von den einstigen Prognosen ab. Für die Anleger des 2004 aufgelegten MPC MS Rio Eider bedeutete dies, dass sie bereits mehrfach auf Ausschüttungen verzichten mussten. Auch die aktuellen Ausschüttungen für das Jahr 2011 sind gestrichen. Der MPC MS Rio Eider demonstriert, dass Schiffsfonds weder verlässliche noch sichere Kapitalanlagen sind.

 

Wurde Anlegern die Investition in den Schiffsfonds MPC MS Rio Eider als sichere Kapitalanlage empfohlen, handelt es sich um eine falsche Empfehlung. Dennoch wurden Schiffsbeteiligungen in der Vergangenheit immer wieder auch auf Sicherheit bedachten Anlegern empfohlen. Dabei handelt es sich bei Schiffsfonds um Unternehmensbeteiligungen mit sämtlichen damit einhergehenden Risiken, wie beispielsweise das Insolvenzrisiko oder das Totalverlustrisiko. Solche Risiken sind aber nicht mit dem Konzept einer sicheren Kapitalanlage oder einer Altersvorsorge zu vereinbaren.

 

Probleme bei Yen-Krediten belasten viele Schiffsfonds

 

Ein Risiko, das bei etlichen Schiffsfonds bereits zum Problem wurde, sind Fremdwährungskredite. Der MPC MS Rio Eider nahm Kredite in japanischen Yen auf. Der Schiffsfonds nahm die Kredite bei einem Kurs von 126 Yen je Euro auf. Im Zuge der Finanzkrise erstarkte der Yen jedoch, und der jetzige Kurs liegt bei ca. 100 Yen je Euro. Dies verteuert die Rückzahlung des Yen-Kredits. Doch eine zutreffende und umfassende Risikoaufklärung ist nicht die einzige Pflicht bei einer Anlageberatung. Diese muss anleger- und anlagegerecht sein. Um dies zu erreichen, muss eine Anlageberatung in zwei Schritten ablaufen.

 

Empfehlen Berater Anlegern eine bestimmte Kapitalanlage, wie zum Beispiel einen Schiffsfonds, muss diese zunächst zu den Wünschen des Anlegers passen. In einem zweiten Schritt müssen die Berater umfassend über die Kapitalanlage informieren: Wie funktioniert das Anlagemodell und welche Risiken bestehen? Die Berater dürfen also nicht nur die Vorteile und Chancen eines Finanzprodukts anpreisen, sie müssen auch über dessen Risiken aufklären. Erhielten die Berater für die Vermittlung der Schiffsbeteiligung – wie so oft – hohe Provisionen, stellt sich die Frage nach einer ordnungsgemäßen Aufklärung der Anleger hierüber. Wurde gegen eine dieser Pflichten verstoßen, bestehen Schadensersatzansprüche wegen falscher Anlageberatung.

 

Schadensersatzansprüche bei falscher Anlageberatung

 

Für Anleger des Schiffsfonds MPC MS Rio Eider, die bei ihrem Anlageberatungsgespräch falsch beraten wurden, bestehen gute Chancen, dass sie sich von ihrer Beteiligung an dem Schiffsfonds trennen können und Schadensersatz fordern können. Die Anleger des MPC MS Rio Eider sollten nicht zögern, sich von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten zu lassen. Anleger können so ihre individuellen Chancen ausloten lassen, ob sie sich von ihrer Schiffsbeteiligung trennen und erfolgreich Schadensersatz fordern können. Anleger beachten allerdings beachten, dass es hinsichtlich Schadensersatzansprüchen neben der zehnjährigen Höchstverjährungsfrist auch eine kürzere, dreijährige Frist gibt. Diese läuft ab dem Zeitpunkt, an dem die Anleger des MPC MS Rio Eider Bescheid wussten, dass sie falsch beraten wurden.

 

Weitere Informationen:

Infoseite über die Klagemöglichkeiten von Schiffsfonds-Anlegern

 

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http://www.dr-stoll-kollegen.de/kanzlei/kosten

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