HCI Schiffsfonds: Insolvenzwelle im September 2012

HCI Schiffsfonds: Insolvenzwelle im September 2012
27.09.20121280 Mal gelesen
Gleich sieben HCI Schiffsbeteiligungen liefen im September 2012 finanziell auf Grund und mussten Insolvenz anmelden. Welche Rechte und Ansprüche stehen den Anlegern eines krisengeschüttelten HCI Schiffsfonds zu?

Bei den Schiffsfonds des Fondanbieters HCI Capital steht der September 2012 im Zeichen einer Welle von Insolvenzanmeldungen. „Spitzenreiter“ war der HCI Shipping Select XVI dessen drei Fondsschiffe zahlungsunfähig sind.  Der Schwesterfonds HCI Shipping Select XVII befindet sich mit 2 insolventen Schiffen bei insgesamt 5 Schiffen in einer nur wenig besseren Situation. Der Schiffsbeteiligung HCI Renditefonds I bleiben nach der Insolvenz der MS Auguste Schulte noch 3 weitere Schiffe. Zu den weiteren Opfern zählt auch der Fonds HCI Renditefonds V dessen Schiffe MS Karin Schulte und MS Otto Schulte ebenfalls pleite sind. Von der Zahlungsunfähigkeit des letzteren Schiffs sind auch die Anleger des Schiffsfonds MS Otto Schulte betroffen.

 

Eine Schiffsinsolvenz geht mit verschiedenen Gefahren für die Anleger einher. Zum einen drohen ihnen Verluste, da sie im Insolvenzverfahren nicht die besten Karten haben, um ihre Geld zu retten. Zum anderen kann die Insolvenzanmeldung eines Schiffs auch bedeuten, dass der Insolvenzverwalter bereits erhaltene Ausschüttungen wieder zurückfordert. Dies widerfuhr beispielsweise den Anlegern des Schiffsfonds HCI MS Werder Bremen.

 

Doch die jetzigen Insolvenzen sind nicht die einzigen, die Anleger der HCI Schiffsfonds im Jahr 2012 zu ertragen hatten. Auch bei den Fonds HCI Shipping Select XXV, HCI Shipping Select 28, HCI Shipping Select 26 und HCI MS Magellan Star kam es in den letzten Monaten zu Insolvenzen. Darüberhinaus gibt es noch eine Reihe weiterer Fonds mit Problemen, wie zum Beispiel den HCI Schiffsportfolio X, dessen Anleger zur Rückzahlung von Auszahlungen aufgefordert wurden. Die Krise der Schiffsfonds ist bei den HCI Schiffsbeteiligungen ankommen.

 

Schifffahrtsbranche in Bedrängnis

 

Die Krise der Schifffahrt hat vielfältige Ursachen. Zu den wichtigsten Faktoren gehört die seit längerer Zeit verhaltene Nachfrage nach Schiffstransporten aufgrund der stagnierenden weltweiten Konjunktur. Gleichzeitig vergrößerte sich in den vergangenen Jahren die Zahl der Transportschiffe, sodass ein Überangebot an Transportkapazitäten aufgebaut wurde. Heute konkurrieren (zu) viele Schiffe um die vorhandenen Aufträge. Die Zahl der Schiffsverschrottungen ist in diesem Jahr zwar deutlich angestiegen im Vergleich zum 2011, dennoch ist der Wettbewerb unter den Schiffen nach wie vor vorhanden. Die momentan gezahlten Charterraten erlauben nicht jedem Schiff ein auskömmliches Einkommen.

 

Ob eine baldige Besserung auf dem Schifffahrtsmarkt zu erwarten ist, ist fraglich. Denn es gab schon Ende August 2012 erste Berichte, dass nach Einschätzung von Branchenkennern der allwinterliche Rückgang der Nachfrage nach Containertransporten per Schiff bereits mitten im Sommer eingesetzt habe. So sei der Zahl der beschäftigungslosen Schiffe am Steigen. Daher scheint sich die Einschätzung von Experten, dass die Schifffahrtsmärkte das ganze Jahr 2012 unter schwierigen Bedingungen leiden werden, bereits im Sommer zu bestätigen. Die Krise der Schifffahrt wird auch durch eine geänderte Haltung der Banken weiter angefeuert. Nicht wenige Banken vergeben Kredite und Darlehen nur unter wesentlich strengeren Bedingungen als noch vor wenigen Jahren. Zudem zogen sich Banken wie die Commerzbank und die HSH Nordbank aus dem Schifffahrtsgeschäft zurück bzw. sie führen nur noch bestehende Engagements fort.

 

Die trüben Aussichten für den Schifffahrtsmarkt lassen befürchten, dass noch mehr Anleger der HCI Schiffsfonds schlechte Nachrichten erhalten werden. Im schlechtesten Fall droht ihnen neben dem Totalverlust ihres eingesetzten Kapitals auch die weitere Bezahlung des Darlehens, falls sie ihre HCI Schiffsbeteiligung durch einen Kredit (teil)finanzierten. Daher sollten betroffene Anleger, deren HCI Schiffsfonds von der Krise erfasst wurde, jetzt handeln und sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht wenden.

 

Anlageberatung durfte Anleger nicht im Unklaren über die erheblichen Risiken einer Schiffsbeteiligung lassen.

 

Ein Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht kann prüfen, welche Optionen Anlegern der HCI Schiffsfonds offen stehen. Beispielsweise kann geklärt werden, ob sie Schadensersatz wegen Beratungsfehlern fordern können. Die Anlageberatung vor der Investition in einen Schiffsfonds ließ oft zu wünschen übrig, da Schiffsfonds nicht selten als sichere Kapitalanlagen angepriesen wurden. Anlegern wurde des Öfteren weder erklärt was ein geschlossener Schiffsfonds ist, noch wurden sie über die nicht zu unterschätzenden Risiken einer Schiffsbeteiligung aufgeklärt. Dabei handelt es sich bei einem Schiffsfonds um ein Unternehmen, das am Markt bestehen muss und das auch – wie auch bei HCI Schiffsfonds geschehen – insolvent werden kann. Ein stets brisantes Thema sind auch (verschwiegene) Provisionen.

 

Anleger der HCI Schiffsfonds und Schiffsbeteiligungen können von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht ihre individuellen Ansprüche und Rechte ermitteln lassen. Da falsche Anlageberatungen keine Seltenheit sind, kann dies Anlegern eines mit Problemen behafteten Schiffsfonds die Chance eines verlustfreien Ausstiegs bieten. Da die Krise der Schifffahrt in absehbarer Zukunft nach Einschätzung von Experten nicht wesentlich abflauen wird, kann die rechtliche Überprüfung der Beteiligung an einem akut bedrohten HCI Schiffsfonds den endgültigen Verlust des investierten Geldes abwenden. Die Beratung durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht kann Anlegern der HCI Schiffsfonds auch Klarheit über ihre Handlungsoptionen bieten.

 

Weitere Informationen:

Infoseite Rechtsansprüche der Anleger eines Schiffsfonds

 

Einen Expertencheck von Rechtsanwälten für € 50.- finden Sie hier. Sie wissen danach, was Sie tun können:

http://www.dr-stoll-kollegen.de/kanzlei/kosten

Setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wir helfen Ihnen:

Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht

Einsteinallee 3

77933 Lahr

Telefon: 07821 / 92 37 68 - 0

Fax: 07821 / 92 37 68 - 889

[email protected]

www.dr-stoll-kollegen.de

www.schiffsfonds.eu