HCI Exclusiv Schiffsfonds II und die Schifffahrtskrise: Wie wird es weitergehen?

HCI Exclusiv Schiffsfonds II und die Schifffahrtskrise: Wie wird es weitergehen?
21.09.2012333 Mal gelesen
In den letzten Monaten litt eine Vielzahl von Schiffsfonds unter Problemen, so auch der HCI Exclusiv Schiffsfonds II. Welche Rechte und Ansprüche können die Anleger des bereits in Seenot geratenen Schiffsfonds geltend machen?

Die Krise hält die Schifffahrt seit geraumer Zeit fest im Griff und die Zahl der notleidenden Schiffsfonds steigt. Auch die Anleger des 2004 aufgelegten HCI Exclusiv Schiffsfonds II mussten sich bereits sorgen um die Zukunft ihrer Kapitalanlage machen. Bei dem Dachfonds HCI Exclusiv Schiffsfonds II benötigte der Zielfonds MS Winona wiederholt Geld. Zwar sind die größten Wogen verebbt, dennoch hält das ungünstige Fahrwasser für die Schiffe MS Marchaser, MS Margharetha Green, MS Bulk Europe und MS Winona an. Die Krise der Schifffahrt hält die Transportschifffahrt fest in ihrem Bann.

 

Die Schifffahrtskrise äußert sich durch verschiedene Auswirkungen. Der Konkurrenzdruck zwischen den Schiffen ist hoch; die Charterraten befinden sich auf einem niedrigen Niveau. Die Schiffe erhalten nur erschwert Geld von den Banken, da diese nach der Finanzkrise strengere Bedingungen an Kredite knüpfen. In diesen schwierigen Marktbedingungen müssen nun der Massengutfrachter, das Containerschiff und die beiden Mehrzweckfrachtschiffe des HCI Exclusiv Schiffsfonds II bestehen. Ob und wie erfolgreich sich die Schiffe des  Dachfonds HCI Exclusiv Schiffsfonds II mitten in der Krise behaupten können, wird sich zeigen.

 

Falsch beratene Anleger können Schadensersatz beanspruchen

 

Welche Möglichkeiten gibt es für Anleger des HCI Exclusiv Schiffsfonds II, die sich nicht mehr länger an dem Schiffsfonds beteiligen möchten? Die rechtliche Beratung durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht kann Anleger des HCI Exclusiv Schiffsfonds II darüber Auskunft geben, ob sie sich verlustfrei von ihrer Beteiligung an dem Schiffsfonds trennen können. Hierfür kann beispielsweise die Anlageberatung auf Fehler überprüft werden.

 

Im Rahmen eines ordnungsgemäßen Beratungsgesprächs müssen die Berater den Anlegern die Funktionsweise und die Risiken eines Schiffsfonds erklären. Wurden Anleger nicht auf die Risiken hingewiesen, die sich aus der Beteiligung an dem HCI Exclusiv Schiffsfonds II ergeben, stehen Schadensersatzansprüche wegen falscher Beratung im Raum. Beispielsweise wurde nicht jedem Anleger in der Anlageberatung ausreichend erläutert, was ein geschlossener Schiffsfonds ist und welche Risiken mit einer Beteiligung verbunden sind. Ein solcher Hinweis ist insbesondere dann nötig, wenn ein Anleger zuvor noch nie in einen geschlossenen Fonds investiert hatte.

 

Schiffsdachfonds wie der HCI Exclusiv Schiffsfonds II sind nämlich keine sicheren Kapitalanlagen und nicht für eine sichere Altersvorsorge geeignet. Es handelt sich um eine Unternehmensbeteiligung, der Verlustrisiken bis hin zum Totalverlust innewohnen. Auch mussten Anleger darauf hingewiesen werden, dass sie sich nicht jederzeit problemlos von ihrer Beteiligung an einem Schiffsfonds trennen können. Der Zweitmarkt für „gebrauchte“ Fondsanteile ist nicht geregelt. (Fehlende) Hinweise auf Provisionen sind ein Knackpunkt vieler Beratungsgespräche, da Berater oftmals gegen Aufklärungspflichten verstießen. Haben Anleger des HCI Exclusiv Schiffsfonds II das Gefühl, dass sie bei ihrem Beratungsgespräch nicht ausreichend über die Risiken eines Schiffsfonds aufgeklärt wurden, können sie sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht zu wenden, um ihre individuellen Ansprüche und Rechte überprüfen zu lassen.

 

Weitere Informationen:

Infoseite über die Rechtsansprüche der Anleger einer Schiffsbeteiligung

 

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