FHH Schiffsfonds werden durch Krise der Schifffahrt unter Druck gesetzt

FHH Schiffsfonds werden durch Krise der Schifffahrt unter Druck gesetzt
19.09.2012255 Mal gelesen
Die angespannte Lage der Schifffahrt sorgt auch bei den Schiffsfonds des Fondshaus Hamburg für Probleme. Welche Rechte und Ansprüche stehen den Anleger notleidender Schiffsfonds zu?

Für Schiffsfonds-Anleger hat die aktuelle Krise der Schifffahrt viele Probleme verursacht. Zu den gefürchtetsten Auswirkungen gehört die Insolvenz. Mit Pleiten mussten auch die Schiffsfonds des Fondshaus Hamburg in den letzten Wochen Erfahrung sammeln.  Der FHH Fonds Nr. 27 MS Silver Bay MS Sunset Bay meldete bereits im Hochsommer Insolvenz an. Doch bei dieser Insolvenzanmeldung blieb es nicht. Es folgten die Insolvenzen der Fonds FHH Fonds Nr. 15 MT Oceania und FHH Fonds Nr. 27 MS Tampa Bay MS Turtle Bay. Doch nicht nur Schiffs- und Fondsinsolvenzen machen den Anlegern der FHH Schiffsfonds zu schaffen. Bei dem FHH Fonds Nr. 17 MS Aquitania wurden die Anleger zur Kasse geben, da sich der Fonds ansonsten ebenfalls bei den zahlungsunfähigen Schiffsfonds wiederfinden könnte. Kurz gesagt: Die Schiffsfonds des Fondshaus Hamburg kämpfen mit der Krise der Schifffahrt.

 

Schifffahrt und Schiffsfonds kämpfen mit einer Krise

 

Der Markt für Schiffstransporte befindet sich seit etlichen Monaten in einer Krise, da wegen der weltweit  stagnierenden Konjunktur die Nachfrage nach Schiffstransporten verhalten ist. Gleichzeitig vergrößerte sich in den vergangenen Jahren die Zahl der Transportschiffe, sodass ein Überangebot an Transportkapazitäten aufgebaut wurde. Heute konkurrieren (zu) viele Schiffe um die vorhandenen Aufträge. Die Zahl der Verschrottungen ist in diesem Jahr deutlich angestiegen im Vergleich zum letzten Jahr, dennoch ist der Wettbewerb unter den Schiffen nach wie vor vorhanden. Die momentan gezahlten Charterraten erlauben nicht jedem Schiff ein auskömmliches Einkommen. Für jene Schiffsfonds, deren Schiff der Konkurrenz nicht gewachsen war, bedeutete das oft schwere wirtschaftliche Schieflagen, wie dies auch verschiedene FHH Schiffsfonds demonstrierten.

 

Ob eine baldige Besserung auf dem Schifffahrtsmarkt zu erwarten ist, ist fraglich. Denn es gibt bereits Ende August 2012 erste Berichte, dass nach Einschätzung von Branchenkennern der allwinterliche Rückgang der Nachfrage nach Containertransporten per Schiff bereits mitten im Sommer eingesetzt habe. So sei der Zahl der beschäftigungslosen Schiffe am Steigen. Daher scheint sich die Einschätzung von Experten, dass die Schifffahrtsmärkte das ganze Jahr 2012 unter schwierigen Bedingungen leiden werden, bereits im Sommer zu bestätigen.

 

Die Krise der Schifffahrt wird auch durch eine geänderte Haltung der Banken weiter angefeuert. Nicht wenige Banken vergeben Kredite und Darlehen nur unter wesentlich strengeren Bedingungen als noch vor wenigen Jahren. Diese und weitere Aspekte der aktuellen Krisensituation lehrte den Anlegern etlicher FHH Schiffsfonds bereits das Fürchten. Und die Aussichten lassen befürchten, dass noch mehr Anleger Schreckensbotschaften vernehmen müssen. Im schlechtesten Fall droht ihnen neben dem Totalverlust ihres eingesetzten Kapitals auch die weitere Bezahlung des Darlehens, falls sie ihre FHH Schiffsbeteiligung durch einen Kredit (teil)finanzierten. Daher sollten betroffene Anleger, deren FHH Schiffsfonds von der Krise erfasst wurde, jetzt handeln und sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht wenden.

 

Schiffsfonds sind Unternehmensbeteiligungen und keine sicheren Kapitalanlagen

 

Ein Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht kann prüfen, welche Optionen Anlegern der FHH Schiffsfonds offen stehen. Beispielsweise kann geklärt werden, ob sie Schadensersatz wegen Beratungsfehlern fordern können. Die Anlageberatung vor der Investition in einen Schiffsfonds ließ oft zu wünschen übrig, da Schiffsfonds als sichere Kapitalanlagen angepriesen. Anlegern wurde nicht selten weder erklärt was ein geschlossener Schiffsfonds ist, noch wurden sie über die nicht zu unterschätzenden Risiken einer Schiffsbeteiligung aufgeklärt. Dabei handelt es sich bei einem Schiffsfonds um ein Unternehmen, das am Markt bestehen muss und das auch – wie bereits vielfach auch bei FHH Schiffsfonds geschehen – insolvent werden kann.

 

Ein stets brisantes Thema sind auch verschwiegene Provisionen, über die Vermittler hätten aufklären müssen. Laut höchstrichterlicher Rechtsprechung müssen Bankberater die Anleger auf Provisionen hinweisen, wenn die Gesamtsumme über 15 % liegt. Gerade bei Schiffsfonds beliefen sich die Provisionen oft auf erhebliche Beträge, die diese Grenze teilweise auch deutlich überstiegen. Dies kann aber einen Interessenkonflikt hervorrufen zwischen dem Verdienstinteresse des Bankberaters und den Interessen des Bankkunden, der eine an seinen Bedürfnissen und Wünschen orientierte Beratung wünscht.

 

Falsche Anlageberatung löst Schadensersatzansprüche aus

 

Anleger der FHH Schiffsfonds und Schiffsbeteiligungen können von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht ihre individuellen Ansprüche und Rechte ermitteln lassen. Da falsche Anlageberatungen keine Seltenheit sind, kann dies Anlegern eines mit Problemen behafteten FHH Schiffsfonds die Chance eines verlustfreien Ausstiegs bieten. Da die Krise der Schifffahrt in absehbarer Zukunft nach Einschätzung von Experten nicht wesentlich abflauen wird, kann die rechtliche Überprüfung der Beteiligung an einem akut bedrohten FHH Schiffsfonds den endgültigen Verlust des investierten Geldes abwenden. Die Beratung durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht kann Anlegern auch Klarheit über ihre Handlungsoptionen bieten.

 

Weitere Informationen:

Infoseite Schiffsfonds und Schiffsbeteiligungen

 

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