Schiffsfonds leiden unter der Krise der Schifffahrt

Schiffsfonds leiden unter der Krise der Schifffahrt
17.08.2012402 Mal gelesen
Die Zahl der Schiffsfonds, die mit erheblichen Schwierigkeiten kämpfen, stieg in den letzten Monaten rapid an. Nicht wenige Anleger bekamen bereits Briefe mit schlechten Botschaften. Doch Anleger sind nicht rechtelos. Sie haben Rechte und Ansprüche und können sich wehren.

Ob Handelsblatt, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Manager Magazin oder andere Blätter: Über die Krise der Schifffahrt und die damit verbundenen Schwierigkeiten der Schiffsfonds wird regelmäßig berichtet. Im Sommer 2012 häufen sich die Insolvenzanmeldungen von Schiffen. Viele Schiffsfonds müssen sich wegen wirtschaftlicher Engpässe mit Rettungs- und Restrukturierungskonzepten auseinandersetzen. Und bisweilen werden sogar die Anleger der Schiffsfonds aufgefordert, bereits erhaltene Ausschüttungen wieder zurückzuzahlen.

 

Krise der Schifffahrt hat verschiedene Ursachen

 

Die Branche der Schiffsbeteiligungen bietet momentan ein Krisenszenario, wie es sich wohl nur die wenigsten Anleger ausmalen konnten, als ihnen die Investition in einen Schiffsfonds empfohlen wurde. Die Krise der Schifffahrt hat verschiedene Ursachen. Zum einen führt die Finanzkrise dazu, dass viele Banken nicht mehr so freizügig bei der Vergabe von Krediten sind. Daher haben gerade finanziell bereits angeschlagene Schiffe und Schiffsfonds Probleme, sich mit frischem Geld zu versorgen. Doch es gibt noch weiter Ursachen.

 

Wegen der weltweit verhaltenen Konjunktur ist die Nachfrage nach Schiffstransporten nicht in dem Maß angestiegen, wie vor Jahren – als viele Schiffsfonds aufgelegt wurden – angenommen wurde. Daher wurde (gerade durch Schiffsfonds) in den vergangenen Jahren eine Überangebot an Transportkapazitäten aufgebaut, da immer neue Schiffe vom Stapel liefen. Heute konkurrieren viele Schiffe um die vorhandenen Aufträge. Die gezahlten Preise für Schiffstransporte (Charter) können nicht allen Schiffen das wirtschaftliche Überleben sichern. Für jene Schiffsfonds, deren Schiff der Konkurrenz nicht gewachsen war, bedeutete das allzu oft Aus.

 

Und es gibt noch weitere Faktoren, die den Wettbewerb zwischen den Schiffen in naher Zukunft weiter anfeuern werden. Der Panamakanal wird momentan ausgebaut. In wenigen Jahren werden die Schleusen und die Fahrrinne des Kanals wesentlich breiteren und größeren Schiffen die schnelle Passage zwischen Atlantik und Pazifik ermöglichen. Schiffe, die bisher in dieser Nische ein gutes Auskommen fanden (vor allem Panamax-Schiffe), werden es in einigen Jahren mit neuer Konkurrenz zu tun bekommen.

 

Anleger müssen Konsequenzen der wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Fonds schultern

 

Zu den Leidtragenden der Krise der Schifffahrt gehören viele Tausend Anleger, denen Schiffsfonds vor Jahren als Steuersparmodelle und sichere Kapitalanlagen angepriesen wurden. Anleger notleidender Schiffsfonds müssen im „besten“ Fall nur auf Ausschüttungen verzichten, im schlechtesten Fall droht ihnen bei der Insolvenz ihres Schiffsfonds der Totalverlust ihres Kapitals. Denn im Fall einer Insolvenz haben Anleger schlechte Karten, ihr investiertes Geld vollständig zurückzuerhalten. Für viele Anleger ist die Investition in einen Schiffsfonds in ein finanzielles Desaster gemündet.

 

Ein Ausweg für Anleger, die sich von ihrer Schiffsbeteiligung trennen möchten, ist der Verkauf der Fondsanteile auf dem Zweitmarkt. Auf dem Zweitmarkt wird mit „gebrauchten“ Fondsanteilen gehandelt. Allerdings müssen Anleger sich im Klaren darüber sein, dass sich ein Käufer für ihre Schiffsfondsanteile finden muss. Weiterhin kann beim Verkauf nicht immer der volle Wert der Anteile realisiert werden. Daher stellt sich für viele Anleger die Frage, ob es nicht noch weitere Alternativen gibt, um sich von einer Schiffsbeteiligung zu trennen.

 

Rechtliche Beratung bringt Klarheit über Ansprüche und Rechte der Anleger

 

Dennoch müssen die Anleger der von der Krise heimgesuchten Schiffsfonds nicht einfach tatenlos zu sehen, wie ihre Kapitalanlage kentert. Ein Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht kann prüfen, wie gut die Chancen der betroffenen Anleger sind, dass sie Schadensersatz fordern können. Da die Anlageberatung durch Banken und Finanzberater oft zu wünschen übrig ließ, haben Anleger gute Chancen, Schadensersatz wegen Falschberatung zu fordern. Beispielsweise wurde kaum ein Anleger auf die hohen Provisionen hingewiesen, die bei der Vermittlung von Beteiligungen an Schiffsfonds an die Berater flossen. Auch musste Anlegern erläutert werden, wie ein Schiffsfonds funktioniert und dass es sich bei einem Schiffsfonds um eine Unternehmen handelt. Dass Unternehmen auch pleite gehen können, mussten Anleger mitten in der Schifffahrtskrise bereits erfahren. Daher sollten Anleger, die wissen möchten, wie gut ihre individuellen Chancen auf Schadensersatz sind, nicht zögern und sich von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten lassen.

 

Weitere Informationen:

Infoseite Schiffsfonds und Schiffsbeteiligungen

 

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