Schiffsfonds: Schadensersatz bei Werbung mit fehlerhaftem Prospekt

26.04.2012396 Mal gelesen
Berlin, den 26. April 2012. Steuerliche Angaben im Verkaufsprospekt sind wesentliche Prospektaussagen. Sind diese fehlerhaft, so hat der geschädigte Anleger Anspruch auf Schadensersatz.

Der Fall
Der Kläger zeichnete eine Schiffsfondsbeteiligung in deren Verkaufsprospekt damit geworben wurde, dass die Gewerbesteuerbelastung im ersten Jahr bei 20.000 € und in den Folgejahren bei 5.000 € liege. Tatsächlich wurden dem Fondskapital schon in den ersten beiden Jahren aufgrund der Gewerbesteuer weit über 200.000 € entzogen. Unter anderem wegen dieser fehlerhaften Prospektdarstellung begehrte der Kläger die Rückabwicklung seiner Schiffsfondsbeteiligung.

Die Entscheidung
Das Gericht entschied, dass sich die fehlerhaften steuerlichen Angaben auf die Rendite und damit auch den Wert der Vermögensanlage auswirken. Der Anleger habe jedoch gerade das Recht, über den Wert seiner Anlage zutreffend informiert zu werden. Sowohl der Prospektausgeber als auch die persönlich haftende Gesellschafterin der Schiffsfondsbeteiligung haben dem Anleger daher seine Einlage in Höhe von 42.000 € gegen Rückgabe der gezeichneten Beteiligung zu erstatten.

Landgericht Dortmund, Urteil vom 01.07.2011, Az.:  3 O 341/10

Kommentar
Der Anleger muss, weil er mit seiner Anlage ein Risikogeschäft eingeht, seine Entscheidung eigenverantwortlich in voller Kenntnis sämtlicher für die Beurteilung dieses Risikogeschäfts maßgeblicher Umstände treffen. Letztlich geht es um die Abwägung aller Vor- und Nachteile sowie sämtlicher mit der betreffenden Anlage verbundenen Chancen und Risiken. Für den Anleger ist der Prospekt oftmals die einzige oder jedenfalls die wichtigste Informationsquelle und damit die maßgebliche Grundlage für seine Anlageentscheidung. Fehler, welche die Rentabilität der Schiffsfondsbeteiligung betreffen, berechtigen daher – so auch das Landgericht zutreffend – zur Rückabwicklung einer unter falschen Versprechungen eingegangen Schiffsfondsbeteiligung.

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Referenz
Wir wurden von der „Wirtschaftswoche“ als „Top-Anlegerschutzkanzlei“ ausgewiesen. Unsere Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht vertreten seit Jahren speziell  geschädigte Schiffsfondsanleger und arbeiten eng mit Experten des Schiffsmarktes und der Schiffsfinanzierung zusammen. So können wir  gezielt Insiderkenntnisse für unsere Mandanten nutzen. Wir publizieren ständig zur Anlagevermittlung und Anlageberatung in der Fachpresse.

Ansprechpartner:
André Felgentreu
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