Fundus Fonds Heiligendamm - eine Insolvenz zu Lasten der Anleger?

Fundus Fonds Heiligendamm - eine Insolvenz zu Lasten der Anleger?
29.02.2012307 Mal gelesen
Der Traum vom weißen Märchen Hotel am Meer ist geplatzt. Zurück bleiben erneut Anleger die ihr Vermögen und damit oft ihre Altersvorsorge verloren haben.

Der Fundus Fonds Schloß Heiligendamm hat Insolvenz angemeldet. Damit ist vorerst der Traum einer guten Geldanlage geplatzt. Erst nach den Banken, Lieferanten und andere vorrangigen Gläubiger bedient worden sind, wird voraussichtlich ein kleglicher Rest auf die Anleger verteilt.

Was können betroffene Anleger zur Rettung ihres Geldes tun?

Auch in diesem Fall gelten die Regeln der anleger- und anlagegerechten Beratungspflichten, sowie die Prospekthaftungsgrundsätze der deuteschen Rechtsprechung.

D.h. Anleger können ihr Geld zurück erhalten, wenn sie zum Zeitpunkt der Anlage durch ihren Anlageberater nicht richtig beraten worden sind. Sollte man als Anlageziel die Altersvorsorge angegeben haben, verbietet sich der Verkauf dieser Geldanalge generell und man kann sein Geld vom Anlageberater oder der Bank zurück erhalten. Dies ist ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshof in Karlsruhe.

Aber auch zur Anlage selber muss der damalige Berater alles vorgetragen haben. D.h. es muss über ein Totalverlustrisiko, fehlender Zweitmarkt, erhaltene Provisionen etc. aufgeklärt worden sein. Ist dies nicht der Fall, kann auch hier der Anleger sein Geld zurück verlangen.

Im Ergebnis sollten Anleger nicht tatenlos zusehen, wie Fondsgesellschaften ihr Geld vernichten. Auch gegen diese bestehen jedenfalls Ansprüche, wenn der Prospekt fehlerhaft ist.

Betroffenen Anlegern wird daher empfohlen, ihre Unterlagen von einem spezialisierten Rechtsanwalt prüfen zu lassen. Sollte eine Rechtsschutzversicherung vorhanden sein, muss diese in aller Regel die Kosten übernehmen. Der seit 2000 meist in Verträgen verankerte Ausschluss für Angelegenheiten aus dem Bank- und Kapitalmarktrecht wurde erst kürzlich durch das OLG München gekippt, so dass die Rechtsschutzversicherungen sich nicht mehr auf diesen Ausschluss zurück ziehen können.