Schiffsfonds: Beluga in Not! Fondsanleger in Sorge!

07.04.2011601 Mal gelesen
Berlin, den 6. April 2011. Am 1. April meldete das Handelsblatt „Investoren besorgt. Beluga-Pleite schlägt hohe Wellen. Leider kein Aprilscherz, sondern bittere Wahrheit für die tausenden Kleinanleger, die ihr Geld im Vertrauen auf eine sichere und einträgliche Anlage investiert haben. Betroffen sind Fondsanleger des Emissionshauses Bluewater Capital GmbH. Von der Krise betroffen sind auch Anleger, die Dachfonds gezeichnet haben und deren Geld in mehrere einzelne Schiffsgesellschaften, darunter auch mit Beluga-Schiffen, investiert wurde.

Emissionshäuser kündigten die Beluga-Verträge

Wie kritisch die Lage ist, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass die HCI - lt. ihrer Meldung vom 15. März 2011 - am 13. März 2011 die Verträge mit Beluga fristlos gekündigt hat und die Bereederung an die HAMMONIA Reederei übertrug. Alle Gesellschaften der betroffenen HCI Schiffsfonds haben alle laufenden Vertragsverhältnisse mit der wirtschaftlich angeschlagenen Beluga-Gruppe gekündigt. Der fortlaufende Betrieb der betroffenen Schiffe soll so unabhängig von der weiteren Entwicklung der Beluga Gruppe sichergestellt werden.

Auch die von der Ownership Emissionshaus GmbH emittierten elf Beluga-Schiffsgesellschaften haben inzwischen sämtliche Charterverträge mit der Beluga Chartering GmbH gekündigt. In der Meldung des Unternehmens heißt es dazu: „Damit folgten die betroffenen Schiffsgesellschaften der Empfehlung der erst kürzlich unter Mitwirkung von OwnerShip gegründeten Interessengemeinschaft (IG) Charterschiffe Beluga, die die Eigner vertritt, die Verträge vor einem möglichen und jetzt vollzogenen Insolvenzantrag der Beluga Chartering zu beenden.“ Lt. Meldung vom 5. April sind für zehn der von OwnerShip emittierten elf Schifffahrtsgesellschaften mittlerweile neue Charterverträge geschlossen worden. Ob damit allerdings die „Auswirkungen der Beluga-Krise bewältigt“ sein werden – so die Überschrift der Pressemitteilung, wird sich zeigen.

Schiffsfonds sind Risikofonds

Schiffsfonds sind wie alle Fondsbeteiligungen mit Risiken verbunden. Dass bei ihrer Vermittlung die Risiken klein und die Chancen groß geredet werden, gehört zum Geschäft der Vertriebe. Oftmals sind die Risiken auf Grund einer Vielzahl komplex wirkender Faktoren kaum vorhersehbar. So hat die Weltwirtschaftskrise das Frachtgeschäft schwer beeinträchtigt. In kürzester Zeit lagen hunderte Frachter weltweit ohne Beschäftigung vor Anker. Nicht kalkulierbare Naturkatastrophen mit ihren schwerwiegenden wirtschaftlichen Folge können ebenfalls erhebliche negative Auswirkungen auf Schiffsunternehmungen haben. Das Problem für die Anleger ist aber eigentlich nicht die (spätere) Realisierung von Risiken, sondern ihre unzureichende Aufklärung darüber bei dem Kauf der Fondsanteile. Hier wird potentiell Schaden verursacht.

Was tun?

Keiner kann derzeit mit Sicherheit voraussagen, ob und wann sich die Situation der betroffenen Anleger verbessert. Sicher ist nur, dass sich die grundsätzlichen spezifischen Risiken der Schiffsfonds nicht reduzieren. Schlimmstenfalls droht der Totalverlust des angelegten Geldes. Zudem besteht die Gefahr, dass die Anleger ihre bereits erhaltenen Ausschüttungen zurückzahlen müssen. Wem jetzt bewusst geworden ist, welch riskante Geldanlage ihm vermittelt wurde und wie unsicher damit sein Geld angelegt ist, der sollte sich um einen Ausstieg - Rückerstattung des Geldes für die erworbenen Fondsanteile - und ggf. um eine Schadensregulierung bemühen.

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Referenz

Wir sind eine der von der „Wirtschaftswoche“ im Jahre 2009 ausgewiesenen „Top-Anlegerschutzkanzleien“. Unsere Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht betreuen seit Jahren bundesweit geschädigte Schiffsfondsanleger. Für unsere Mandanten arbeiten wir eng mit einem Kenner der Schiffsbranche zusammen und nutzen so gezielt Insiderkenntnisse.

Wir publizieren ständig zur Anlagevermittlung und Anlageberatung in der Fachpresse.


Ansprechpartner:
André Felgentreu
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Tel.: 030 226674-0
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