Lebensversicherungsfonds: Policen bescheren den Anlegern Verluste

24.02.2011823 Mal gelesen
Berlin, den 24.02.2011. Die Financial Times Deutschland berichtete in ihrer Ausgabe vom 18. Februar 2011 ausführlich über diese risikoreiche Geldanlage.

Credit Suisse macht mit CS Life Tip III Verluste
Die Zeitung sieht in dem einstigen Angebot der Credit Suisse an ihre vermögenden Kunden geradezu ein Lehrstück, „in welche Nischen Vermögensverwalter ihre Kunden auf der Jagd nach Rendite locken“. Acht Prozent Rendite ohne großes Risiko und dazu noch steuerfrei sollten Anleger in CS Life Tip III zur Zeichnung dieser Fonds bringen.
Wer sein Geld hier investierte, verschwendet heute wohl kaum noch einen Gedanken an die versprochene Rendite, sondern bangt um seine Einlage. Nach Zeitungsrecherchen lag Mitte vergangenen Jahres der Wert dieser Anlage fast 20 % unter dem ihrer Einzahlungen.
 
Per Anruf ins Unglück
Der geschilderte Fall, wie Anleger gewonnen und um ihr Geld gebracht werden, ist geradezu typisch für das Anlagegeschäft: Irgendwann klingelt das Telefon und dem zukünftigen Opfer wird ein lukratives Angebot gemacht, das eine attraktive Alternative zu seinen bestehenden Anlagen darstelle. Professionell wird das anfängliche Zögern sukzessive zerstreut. Nach dem „Überreden“ kommt das „Belesen“. In Hochglanzbroschüren findet sich dann „schwarz auf bunt“ eine „Bestätigung“ der „interessanten Renditemöglichkeiten mit geringem Risiko“. Nicht selten werden noch Prominente bemüht, die das Produkt in den höchsten Tönen preisen, obwohl sie davon nichts verstehen und auch ihr Geld darin nicht investieren. Beliebt sind zudem lancierte Pressemeldung zu dem geradezu unwiderstehlichen Finanzprodukt.

Nach den Aktien kamen die Lebensversicherungen
Die Finanzkrise und der Börsencrash hatten den Ruf der Aktien ruiniert. Eine geeignete Alternative für eine scheinbar sichere Geldanlage mit hohen Erträgen sollten gebrauchte Lebensversicherungen sein. Diesem neuen Investmentangebot kam zugute, dass britische Anbieter von Kapitallebensversicherungen in der Vergangenheit durch geschicktes Management tatsächlich hohe Renditen erwirtschaftet hatten. Doch die Bilanz ist hierzulande inzwischen sehr ernüchternd. „Viele dieser Beteiligungsmodelle sind inzwischen Sanierungsfälle: Die Schlussboni der britischen Policen enttäuschten, und die Amerikaner lebten länger als kalkuliert.“

Falschberatung und Fehlmanagement
Die Financial Times Deutschland berichtet über eine Klage gegen Credit Suisse, in der dem Unternehmen sowohl eine falsche und unzureichende Beratung als auch Fehler beim Fondsmanagement vorgeworfen werden. Auch hier wurde offenbar der typische Fehler bei Lebensversicherungsfonds gemacht: Man hat sich beim Alter verschätzt.
Während im Weiteren allgemein zu klären sein wird, ob die Bestimmung der Lebenserwartung realistisch war, d.h. dem damaligen wissenschaftlichen Erkenntnisstand entsprach, wird es in jedem einzelnen Streitfall um den individuellen Nachweis gehen, dass Credit Suisse seine Kunden unzutreffend und unvollständig über Chancen und Risiken des Produkts aufgeklärt hat. Das betrifft auch das Risiko einer Wertminderung. Nach herrschender Rechtsprechung kann sich ein Fondsanbieter bzw. der Vertrieb nicht ohne Weiteres allein auf die Aussagen im Prospekt berufen. Im Zweifel haben die dazu im Widerspruch stehenden Aussagen des Finanzberaters Vorrang. 

Wir prüfen Ihre Ansprüche kostenlos!
Wir bieten Ihnen eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer Ansprüche.
Unser Ziel ist es, Sie vor dem Verlust Ihres Geldes zu bewahren, bevor es zu spät ist.
Fordern Sie dafür unseren Fragebogen an. Unsere Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht können Sie aufgrund ihrer Erfahrungen schnell über Ihre Ansprüche, Erfolgsaussichten und Kosten der Rechtsverfolgung informieren. So erfahren Sie, ob die Beauftragung eines Anwaltes für Sie Sinn macht.
Gern können Sie uns auch vorab telefonisch kontaktieren.

Service für Rechtsschutzversicherte
Für Rechtsschutzversicherte übernehmen wir kostenlos die Deckungsanfrage.
 
Referenz
Wir sind eine der von der „Wirtschaftswoche“ im Jahre 2009 ausgewiesenen „Top-Anlegerschutzkanzleien“.
Unsere Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht betreuen seit Jahren bundesweit geschädigte Anleger sowohl außergerichtlich als auch vor den Gerichten mit Erfolg.
Wir publizieren ständig zur Anlagevermittlung und Anlageberatung in der Fachpresse und haben einschlägige Erfahrungen mit Lebensversicherungsfonds.

Leseempfehlung


Ansprechpartner:
André Felgentreu
Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
Tel.: 030 226674-0
E-Mail: [email protected]
 

Fordern Sie einen Kurzfragebogen zur Prüfung Ihres Problems an!

Wir senden Ihnen den Fragebogen kostenlos und unverbindlich!

Schicken Sie uns den Fragebogen per E-Mail, Fax oder Post ausgefüllt zurück, dann prüfen wir Ihre Ansprüche und unterrichten Sie über die Erfolgsaussichten und die Kosten eines Rechtsstreites.