Abmahnung Rasch Rechtsanwälte – Universal Music GmbH – „Silly – Alles Rot“

09.07.2010599 Mal gelesen
Im Auftrag der Universal Music GmbH spricht die Kanzlei Rasch aus Hamburg in diesen Tagen wieder Abmahnungen wegen der unerlaubten Verwertung urheberrechtlich geschützter Musikalben im Internet aus. Gegenstand der Abmahnungen ist unter anderem das im März 2010 erschienene Album "Alles Rot" der Künstlergruppe "Silly".
 
In den mehrseitigen Schreiben machen die Rasch Rechtsanwälte umfangreiche Ausführungen zur Ermittlung des behaupteten Verstoßes durch die proMedia GmbH und den rechtlichen Konsequenzen.
 
Den Betroffenen wird dabei vorgeworfen, das streitgegenständliche Musikwerk sei über ihren Internet-Anschluss im Rahmen einer Tauschbörse einer Vielzahl anderer Nutzer zum Download angeboten und damit gem. §19a UrhG öffentlich zugänglich gemacht worden.
 
Aus dieser Rechtsverletzung machen die Rasch Rechtsanwälte Ansprüche auf Unterlassung und Schadensersatz geltend. Zur außergerichtlichen Erledigung der Angelegenheit wird die Zahlung eines pauschalen Vergleichsbetrages sowie die Abgabe einer beigefügten strafbewehrten Unterlassungserklärung verlangt. Die entstandenen Anwaltskosten und die Schadensersatzforderungen sollen durch einen Betrag von EUR 1.200 abgegolten werden.
 
Auch in Anbetracht der regelmäßig vergleichsweise knapp bemessenen Fristen sollten die bezeichneten Ansprüche nicht vorschnell erfüllt werden. Zunächst ist zu prüfen, ob eine Inanspruchnahme des betroffenen Anschlussinhabers überhaupt in Betracht kommt.
 
Besondere Vorsicht ist hinsichtlich der vorformulierten Unterlassungserklärung zu beachten. Zwar besteht im Falle einer tatsächlich begangenen Rechtsverletzung ein Unterlassungsanspruch des Rechteinhabers aus §97 UrhG. In der verwendeten Formulierung stellt die Erklärung allerdings ein Schuldanerkenntnis mit weitreichenden haftungsrechtlichen Konsequenzen dar und geht damit nach unserer Rechtsauffassung über die Erfüllung des gesetzlichen Unterlassungsanspruchs hinaus.
 
Es empfiehlt sich vielmehr die Abgabe einer abgeänderten Unterlassungserklärung, mit der die Wiederholungsgefahr ausgeräumt und gleichzeitig das Risiko einer erneuten Inanspruchnahme deutlich verringert werden kann. Unter Umständen lassen sich auch die geforderten Beträge reduzieren. Sichern Sie sich in dieser Angelegenheit kompetente anwaltliche Hilfe.
 
Sollten auch Sie eine Abmahnung der Kanzlei Rasch erhalten haben, so können Sie sich jederzeit an uns wenden. Wir haben bereits eine Vielzahl Abgemahnter vertreten und wissen, worauf es für eine erfolgreiche Verteidigung ankommt.
 
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