Abmahnung Denecke von Haxthausen & Partner – Spectre Media, Inhaber Thomas Hauptmann – „Olaf Henning - Christmas Party“

03.05.20101112 Mal gelesen
Im Auftrag des Neunkirchen-Seelscheider Rechteinhabers Spectre Media, Inhaber Thomas Hauptmann, mahnt die Kanzlei Denecke von Haxthausen & Partner zur Zeit die unerlaubte Verwertung urheberrechtlich geschützter Musikwerke in Filesharing- Netzwerken vor. Bei dem abgemahnten Musikwerk handelt es sich um das folgende:
 
 
Den Anschlussinhabern wird vorgeworfen, das Werk in Tauschbörsen - wie "BitTorrent", "eKad", "eDonkey" oder "eMule" - ohne Zustimmung des Rechtsinhabers, bei dem es sich in den vorliegenden Fällen um Spectre Media handelt, einer Vielzahl anderer Nutzer zum Download bereitgestellt, damit gegen §§16, 19a UrhG verstoßen und somit eine Urheberrechtsverletzung begangen zu haben.
 
Hinsichtlich des Einwandes, man habe die betreffende Datei lediglich heruntergeladen, nicht jedoch hochgeladen bzw. tatsächlich einem Dritten angeboten, sollte folgendes beachtet werden:
Im Rahmen von p2p-Netzwerken werden die herunter geladenen Dateien - bzw. bereits unvollständige Bruchstücke hiervon - gleichzeitig, d. h. parallel zum Download, zum Upload bereitgestellt werden, selbst wenn der Download-Ordner gesperrt ist. Dieses Verhalten ist systembedingt und lässt sich auch nicht durch entsprechende Zusatzprogramme (z. B. Flux Mod) verhindern.
 
Neben der Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung verlangen die Rechtsanwälte Denecke von Haxthausen & Partner die Zahlung eines pauschalen Vergleichsbetrages über EUR 680. Davon umfasst sind Rechtsanwaltskosten und Schadensersatz. Sollte dieses Vergleichsangebot nicht angenommen werden wird die Geltendmachung deutlich höherer Forderungen in Aussicht gestellt.
 
Zu beachten ist im Hinblick auf das erhaltene Anschreiben weiterhin, dass der Anschlussinhaber nicht ohne weiteres als Störer für die Urheberrechtsverletzung verantwortlich ist, die über seinen Internetanschluss begangen wurde. Hierbei sind unterschiedliche Fallkonstellationen denkbar. In erster Linie ist jedoch zu beachten, dass die sog. Störerhaftung des Anschlussinhabers nicht als reine Gefährdungshaftung zu werten ist, sondern vielmehr die Verletzung von zumutbaren Prüfungspflichten voraussetzt, deren Art und Umfang sich immer nach dem jeweiligen Einzelfall richtet, wie z.B. Überwachungspflichten gegenüber Angehörigen oder ein gesichertes W-LAN Netzwerk (WEP / WPA I / WPA II -Verschlüsselung).
 
Machen Sie bitte nicht den möglicherweise für Sie folgenschweren Fehler, das Anschreiben als bloße "Abzocke" zu bewerten und unbeantwortet beiseite zu legen, in der Hoffnung, dass sich die Angelegenheit von selbst erledigt. Ebenso wenig sollten Sie sich persönlich oder durch einen rechtsunkundigen Dritten vertreten bei der abmahnenden Kanzlei melden, in der Hoffnung, eine Einigung selbst erzielen zu können.
 
Keinesfalls sollte aber die beigefügte Unterlassungserklärung unterzeichnet werden. Diese ist für den abgemahnten Anschlussinhaber rechtlich nachteilig gefasst. Damit verbunden ist die Anerkennung der vorgeworfenen Rechtsverletzung und sämtlicher geltend gemachter Ansprüche. In vielen Fällen lässt sich aber zum Schutz Ihrer Rechte eine modifizierte Unterlassungserklärung durchsetzen, bei deren Erstellung Sie sich anwaltlich beraten lassen sollten.
 
 
Sollten auch Sie eine Abmahnung der Kanzlei Denecke von Haxthausen & Partner erhalten haben, so können Sie sich jederzeit an uns wenden. Wir haben bereits eine Vielzahl Abgemahnter vertreten und wissen, worauf es für eine erfolgreiche Verteidigung ankommt.
 
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