Abmahnung Schulenberg & Schenk Rechtsanwälte - PlayVision Media Group AG

30.04.20101093 Mal gelesen
Die Kanzlei Schulenberg & Schenk geht derzeit im Auftrag der PlayVision Media Group AG weiterhin massiv gegen vermeintliche Urheberrechtsverletzungen in Internet-Tauschbörsen - wie z. B. "BitTorrent", "eMule", "eKad" oder "eDonkey" - vor. Gegenstand dieser hinsichtlich ihrer Stückzahl in Massenproduktion hergestellten Abmahnungen sind insbesondere aktuelle pornografische Filmwerke.
 
Die Rechtsanwälte Schulenberg & Schenkverlangen die Abgabe einer vorgefertigten strafbewehrten Unterlassungserklärung, die dem Anschreiben als Anhang beigefügt ist, sowie die Zahlung eines pauschalen Vergleichsbetrages über EUR 1.298. Hierin enthalten sind Rechtsanwaltskosten und eine Schadensersatzforderung. Für den Fall, dass dieses Vergleichsangebot nicht angenommen wird, stellt die Kanzlei die Geltendmachung eines deutlich höheren Betrages in Aussicht, welcher von den Anwälten breit ausdifferenziert und begründet wird.
 
Um die Verantwortlichkeit des Anschlussinhabers nach den Grundsätzen der sog. Störerhaftung zu untermauern und, um den Betroffenen mittels angeblich in diesem Zusammenhang ergangenen, obergerichtlichen Urteilen in die Pflicht zu nehmen, wird umfangreich aus der vermeintlich einschlägigen Rechtsprechung zitiert. Dabei wird allerdings nur auf solche Entscheidungen Bezug genommen, die eine sehr weitgehende haftungsrechtliche Verantwortlichkeit zugrunde legen. Zu beachten ist aber, dass andere Gerichte einerseits dieser uferlosen Ausweitung bereits mit einschränkenden Beschlüssen entgegengetreten sind, andererseits können diese Urteile in bestimmten Einzelfällen keine Anwendung finden.
 
Nicht auf das Anschreiben zu reagieren und es als bloße "Abzocke" beiseite zu legen, in der Hoffnung, dass sich die Angelegenheit von selbst erledigt, ist keine Alternative. Insbesondere sollten Sie davon absehen, sich persönlich oder durch einen rechtsunkundigen Dritten vertreten bei der abmahnenden Kanzlei zu melden, in der Hoffnung, eine Einigung selbst zu erzielen. Es besteht hierbei die große Gefahr, dass Sie sich - ohne es zu merken - in ein Gespräch verwickeln lassen, in dem Sie sachverhaltsbezogene Äußerungen tätigen, die Ihr Gesprächspartner gegen Sie verwenden wird.
 
Angesichts der regelmäßig knapp bemessenen Fristen sollten Sie umgehend auf das Abmahnschreiben reagieren. Für den Fall der nicht fristgerechten Erfüllung der bezeichneten Forderungen wird deren gerichtliche Geltendmachung in Aussicht gestellt. Angesichts erheblicher Streitwerte ist dieses Risiko nicht zu unterschätzen. Angeraten ist daher, bereits in einer außergerichtlichen Auseinandersetzung eine interessengerechte und für Sie möglicherweise günstigere Lösung zu suchen. In vielen Fällen lässt sich zum Schutz Ihrer Rechte eine modifizierte Unterlassungserklärung durchsetzen, bei deren Erstellung Sie sich anwaltlich beraten lassen sollten. Auch lassen sich die geforderten Beträge unter Umständen reduzieren.
 
Sollten auch Sie eine Abmahnung der Kanzlei Schulenberg & Schenkerhalten haben, so können Sie sich jederzeit an uns wenden. Wir haben bereits eine Vielzahl Abgemahnter vertreten und wissen, worauf es für eine erfolgreiche Verteidigung ankommt.
 
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