Abmahnung Constantin Film Verleih GmbH – Waldorf Rechtsanwälte - "Unbeugsam - Defiance"

29.04.2010983 Mal gelesen
Die Constantin Film Verleih GmbH geht zurzeit wieder massiv gegen die unerlaubte Verwertung urheberrechtlich geschützter Filmwerke in Internet-Tauschbörsen vor. Vertreten durch die für Abmahnungen auf dem Filesharing-Sektor hinlänglich bekannte Münchener Kanzlei Waldorf mahnt das Unternehmen Anschlussinhaber ab, denen vorgeworfen wird, den Film
 
 
in Filesharing-Netzwerken (insbesondere "eDonkey2000" und "BitTorrent") ohne Einwilligung des Rechteinhabers einer Vielzahl anderer Nutzer zum Download angeboten zu haben. Aus dieser Urheberrechtsverletzung machen die Rechtsanwälte Waldorf Ansprüche auf Unterlassung und Schadensersatz geltend.
 
Neben der Abgabe der beigefügten strafbwehrten Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung wird ein Betrag von EUR 956 gefordert. Die Anwaltskosten werden dabei mit EUR 506 beziffert, der Schadensersatz soll EUR 450 betragen.
 
Verbunden sind diese Forderungen regelmäßig mit einer sehr kurz bemessenen Frist. Um ein unnötiges Prozessrisiko abzuwenden, sollten Sie diese keinesfalls tatenlos verstreichen lassen. Im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung drohen Kosten, die schnell einige tausend Euro erreichen können. Bei dieser Ankündigung handelt es sich keinesfalls um eine leere Drohung. So haben die Rechtsanwälte Waldorf erst im November vergangenen Jahres ein erfolgreiches Verfahren vor dem AG München (Az. 142 C 14130/09) betrieben. Die Richter verurteilten einen Filesharer zur Zahlung von rund EUR 1.000.
 
Die angemessene Reaktion auf das Abmahnschreiben kann aber keinesfalls in der Unterzeichnung der beigefügten Unterlassungserklärung bestehen. Damit verbunden ist die Anerkennung der vorgeworfenen Rechtsverletzung und sämtlicher geltend gemachter Ansprüche. Zu beachten ist im konkreten Fall auch, dass sich die Unterlassungserklärung auf alleFilmwerke bezieht, an denen die Constantin Film Verleih GmbH die ausschließlichen Nutzungs- und Verwertungsrechte innehat. Angesichts des hohen Vertragsstrafeversprechens droht bei dieser weiten Fassung ein erhebliches finanzielles Risiko. Zwar besteht bei einer tatsächlich begangenen Rechtsverletzung ein Unterlassungsanspruch. Allerdings kann die Wiederholungsgefahr unter Umständen auch durch eine modifizierte Unterlassungserklärung ausgeräumt werden, die gleichzeitig das Risiko einer erneuten Inanspruchnahme deutlich verringert. Bei der Erstellung sollten Sie sich anwaltlich beraten lassen.
 
Sollten auch Sie eine Abmahnung der Kanzlei Waldorf aus München erhalten haben, so können Sie sich jederzeit an uns wenden. Wir haben bereits eine Vielzahl Abgemahnter vertreten und wissen, worauf es für eine erfolgreiche Verteidigung ankommt.
 
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