Abmahnung BaumgartenBrandt - Boll AG - "Far Cry"

29.04.20101433 Mal gelesen
Die Berliner Niederlassung der international tätigen Kanzlei BaumgartenBrandt geht derzeit gegen vermeintliche Urheberrechtsverstöße in Internet-Tauschbörsen vor. Den betroffenen Anschlussinhabern wird vorgeworfen, das geschützte Filmwerk "Far Cry" zum weltweiten Download angeboten und damit gegen §19a UrhG verstoßen zu haben.
 
Als Rechteinhaber an dem streitgegenständlichen Filmwerk ist die Boll AG angegeben, deren Vorstandsvorsitzender Dr. Uwe Boll gleichzeitig Regisseur des Films "Far Cry" ist.
 
In diesem Zusammenhang sei auf eine interessante Meldung des News Portals DGAP hingewiesen. Danach hat die US-amerikanische Produktionsfirma Fantastic Films LLC International (FFI) im Streit um die exklusiven Vertriebsrechte an verschiedenen Boll-Filmen einen Sieg vor Gericht errungen. Die FFI hat sich unter anderem die Vertriebsrechte an dem Film "Far Cry" vertraglich für 45 Länder gesichert. Der Eigenvertrieb durch die Boll AG stellte sich folglich als Vertragsbruch dar. Sollte Deutschland zu diesen Ländern gehören, wäre die Aktivlegitimation der Boll AG jedenfalls fraglich.
 
Neben der Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung wird zur Abgeltung der Angelegenheit die Zahlung eines pauschalen Betrages von EUR 850 gefordert. Dieser setzt sich aus Schadensersatz in Höhe von EUR 400 sowie den Kosten der Abmahnung von EUR 450 zusammen. Den Gegenstandswert beziffert die Kanzlei BaumgartenBrandt mit EUR 50.000.
 
Sollte diese Pauschale nicht gezahlt werden, wird die Geltendmachung deutlich höherer Schadensersatzforderungen und Anwaltskosten in Aussicht gestellt.
 
Angesichts der regelmäßig knapp bemessenen Fristen sollten Sie umgehend reagieren. Nach Fristablauf droht die gerichtliche Geltendmachung der behaupteten Ansprüche im Wege einer einstweiligen Verfügung, die mit deutlich höheren Kosten verbunden ist. Häufig lässt sich aber bereits in einer außergerichtlichen Auseinandersetzung eine interessengerechte Lösung finden.
 
Dabei ist zu beachten, dass im Falle einer Urheberrechtsverletzung ein Unterlassungsanspruch nach §97 Abs. 1 UrhG grundsätzlich besteht. Die dem Schreiben beigefügte Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung ist allerdings rechtlich nachteilig verfasst. Mit Unterzeichnung werden die Rechtsverletzung und sämtliche geltend gemachten Ansprüche der Gegenseite anerkannt. Dies kann weitreichende finanzielle Konsequenzen haben. In Betracht kommt daher die Abgabe einer modifizierten Unterlassungserklärung, bei deren Erstellung Sie sich anwaltlich beraten lassen sollten.
 
Sollten auch Sie eine Abmahnung der Kanzlei BaumgartenBrandt aus Berlin erhalten haben, so können Sie sich jederzeit an uns wenden. Wir vertreten Ihre Interessen nachhaltig und unsere Erfahrung zeigt, dass es oftmals möglich ist bei der entsprechenden juristischen Argumentation einen für Sie günstigen Vergleich zu erzielen.
 
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