Abmahnung Waldorf Frommer i.A.d Twentieth Century Fox wegen dem Film "Deadpool"

Abmahnung Waldorf Frommer i.A.d Twentieth Century Fox wegen dem Film "Deadpool"
10.04.2017196 Mal gelesen
Hilfreiche Tipps zum Vorgehen zu Filesharing-Abmahnungen. Täter- oder Störerhaftung?Anforderungen an die sek. Darlegungslast. Tägliche Beratung (auch am Wochenende).

Wie bereits in der Vergangenheit häufig berichtet lässt die Firma Twentieth Century Fox über die Waldorf Frommer Rechtsanwälte vermeintliche Urheberrechtsverletzungen, welche über Internettauschbörsen begangen sein sollen, abmahnen.

Vorliegend geht es um dem Film "Deadpool".

Basierend auf Marvels unkonventionellstem Anti-Helden, erzählt der Film die Geschichte des ehemaligen Special Forces Soldaten und Söldners Wade Wilson, der sein altes Ego "Deadpool", nach einem Experiment, welches ihm enorme Selbstheilungskräfte einbringt, wieder annimmt. Mit seinen neuen Fähigkeiten ausgestattet beginnt der Protagonist diejenigen zu jagen, welchen beinahe sein Leben zerstört haben.

Was begehrt  die Kanzlei Waldorf Frommer im Namen des Rechteinhabers?

  • Die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung (eine vorgefertigte liegt dem Schreiben bei).
  • Die Begleichung eines Vergleichsbetrags, welcher sich aus Schadensersatz und Anwaltskosten zusammensetzt.
  • Das umgehende und dauerhafte Löschen der angebotenen Datei von der Festplatte.

Beachten Sie: Nicht immer eine Unterlassungserklärung oder Zahlung nötig

Aufgrund der Vielzahl von verschiedenen Fallkonstellationen ist zu eruieren, ob überhaupt eine derartige Erklärung abzugeben ist.

Dies ist im Regelfall nur nötig, wenn der Anschlussinhaber tatsächlich selbst den Upload vorgenommen hat (Täterhaftung) oder der Anschlussinhaber für Mitnutzer (Familienmitglieder, Besucher, Kinder, Verwandte oder WG-Mitbewohner) haftet (Störerhaftung). Dies ist oftmals nicht der Fall.

Sobald diese Mitnutzer die Tat begangen haben, scheiden Sie als Täter aus. Ist die Tat durch den Abgemahnten auch nicht gefördert worden sein, scheidet dieser ebenfalls als sogenannter Störer aus.

Dennoch ist der Abgemahnte verpflichtet einen Alternativsachverhalt darzulegen und somit seiner sekundären Darlegungslast nachzukommen.

Sekundäre Darlegungslast -Welche Anforderungen?

Aus einem Gerichtsentscheid des Bundesgerichtshofes vom 06.10.2016 ergibt sich, dass an die Darlegung der sekundären Darlegungslast durch den Anschlussinhaber keine hohen Anforderungen zu stellen ist. Der BGH bestätigte somit eine Entscheidung des Landgerichts Braunschweig.

Im zugrunde liegenden Fall legte der Anschlussinhaber dar, zum Zeitpunkt der angeblichen Urheberrechtsverletzung nicht zu Hause gewesen zu sein, jedoch seine Ehefrau, mit Zugriff auf den Internetanschluss.

Nach Zeugenvernehmung der Ehefrau ergab sich, dass sie den Internetanschluss zwar benutzte, den Film aber gerade nicht illegal zum Download zur Verfügung gestellt hat.

Des weiteren hat das Amtsgericht Frankfurt am Main die Klage eines Rechteinhabers mit Urteil vom 26.01.2017 (Az. 32 C 1866/16 (90)) ab. Entgegen der Auffassung des Klägers ist der vorliegend beklagte Familienvater seiner sekundären Darlegungslast ausreichend nachgekommen, indem er konkret darlegte wer mit welchem Endgeräten die Möglichkeit hatten das Filesharing auszuüben. Er hat auch dargelegt, dass sowohl seine Ehefrau als auch seine schulpflichtigen Kinder zu dieser Zeit zu Hause waren (die angebliche Tat ist an einem Montag Abend und nicht in den Ferien begangen worden.

Was ist für Sie als Abgemahnten zu klären?

  • Ist in meiner Fallkonstellation überhaupt eine Unterlassungserklärung abzugeben?
  • Ist in meiner Fallkonstellation eine Zahlung leisten und – wenn ja – in welcher Höhe?

Beachten Sie

  • Ruhig bleiben!
  • Nicht die Fristen verstreichen lassen.
  • Nicht selbst in Kontakt mit der Kanzlei Waldorf Frommer treten.
  • Keine Unterlassungserklärung (insbesondere keine Standardvorlagen aus dem Internet) unterzeichnen.
  • Keine Zahlungen leisten.

Was kann ich als Rechtsanwalt für Sie tun?

Bei der Vielzahl der Konstellationen und möglichen Rechtsfolgen empfiehlt es sich, sich fachkundig beraten zu lassen.

Kontaktieren Sie uns (ggf. mit gleichzeitiger Übersendung ihrer Abmahnung):

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Das erste Beratungsgespräch ist kostenlos.

Wir besprechen hier die genauen Umstände ihres konkreten Einzelfalls, und bauen dementsprechend eine auf Sie passende Verteidigungsstrategie auf.

Ihr Rechtsanwalt Tawil

Mehr Informationen zu Abmahnungen finden Sie im Internet auf unserer Homepage www.abmahnungsberater.de.