Sasse und Partner mahnt die Serie „The Walking Dead” für WVG Medien GmbH ab

Sasse und Partner mahnt die Serie „The Walking Dead” für WVG Medien GmbH ab
15.07.2014426 Mal gelesen
Konsequent werden Urheberrechtsverletzungen in Filesharingbörsen abgemahnt.

Sasse und Partner mahnt die Serie „The Walking Dead” für WVG Medien GmbH ab

Die in Hamburg ansässige Kanzlei Sasse und Partner mahnt für die ebenfalls in der Hansestadt beheimatete WVG Medien GmbH Folgen der vierten Stafel der Serie „The Walking Dead” ab. Von jener ist inzwischen die fünfte Staffel abgedreht, der Produzent David Alpert soll inzwischen Pläne für die elfte und zwölfte Staffel bekannt gegeben haben (siehe moviepilot.de). Womöglich kehren frühere Darsteller zurück, so wie Sarah Wayne Callies, welche zuvor durch die Serie „Prison Break“ und die dort dargestellte Ärztin Dr. Sara Tancredi bekannt wurde.

In der uns vorliegenden Abmahnung rechnet die Kanzlei vor, dass die Urheberrechtsverletzung eigentlich einen Anspruch auf Zahlung von 1.469,59 EUR auslöst. Im Vergleichswege wird dann eine Zahlung von 800,00 EUR angeboten, diese stellt rein rechnerisch ein erhebliches Entgegenkommen dar. Doch fraglich ist, ob dies im Einzelfall an Entgegenkommen ausreicht.  Schließlich ist prüfen, ob die Abmahnungen den Anforderungen des Gesetzes gegen unseriöse Geschäftspraktiken genügt.

Bemerkenswert ist ferner, dass dem Abgemahnten bereits mit der Abmahnung zwei Varianten der Unterlassungserklärung zugeschickt werden. Je nachdem ob man Täter oder „nur“ Störer ist soll die Unterschrift auf der richtigen Zeile gesetzt werden. Der Grad zwischen diesen beiden Rechtsfiguren ist bisweilen schmal, und die Folgen einer falschen Entscheidung weitreichend. „Zur Sicherheit“ beides zu unterschrieben ist auch wenig ratsam, ams schlimsten ist es aber wohl gar nicht zu reagieren: Da die Kanzlei Sasse und Partner für den Fall, dass keine hinreichende Unterlassungserklärung abgegeben wird, einstweilige Verfügungen beantragt und vom LG Hamburg jene auch erlassen werden. Aktuell wurde uns gerade wie eine solche einstweilige Verfügung zur Prüfung vorgelegt, der Abgemahnte hat zuvor wortreich selbst gegenüber Sasse und Partner argumentiert, weshalb er sich nicht zur Abgabe der Unterlassungserklärung verpflichtet fühlt. Das mag subjektiv begründet sein, Recht haben und Recht bekommen sind aber manchmal zweierlei. Es ist daher immer ratsam vor einer Reaktion erst einmal mit einem Anwalt zu sprechen. Die Anwälte der Kanzlei Dr. Wachs helfen Ihnen gern im Rahmen einer kurzen kostenlosen Ersteinschätzung weiter. Sprechen Sie uns an.