Abmahnung durch RA Daniel Sebastian i.A. der DigRights Administration GmbH

22.12.2013872 Mal gelesen
Abmahnung durch RA Daniel Sebastian i.A. der DigRights Administration GmbH. Was ist vor Weihnachten zu tun? Es wird ein Vergleich angeboten mit Kosten von 1500,00 Euro. Zahlbar bis 31.12.2013 auf das Konto von RA Daniel Sebastian. Was kann man tun?

bmahnung durch RA Daniel Sebastian i.A. der DigRights Administration GmbH

Uns liegen Abmahnungen des Berliner Rechtsanwalts Daniel Sebastian im Auftrag der DigiRights Administration GmbH vor. Den Abmahnschreiben liegt der Vorwurf der unerlaubten Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke zugrunde.

Extrem kurze Fristen

Die in den Abmahnschreiben von Rechtsanwalt Sebastian gesetzten Fristen sind extrem kurz. In den uns vorliegenden Abmahnungen beträgt die „Reaktionszeit" weniger als 1 Woche, als Fristende wurde dabei z.T. Heiligabend (24.12.) bzw. der 1. Weihnachtstag (25.12.) gesetzt.

Wegen welcher Musikstücke wurde bislang abgemahnt?

Rechtsanwalt Daniel Sebastian hat für die DigiRights Administration GmbH in der Vergangenheit insbesondere wegen sogenannter Chartcontainer abgemahnt, so etwa:

  • „Bingo Players Feat Far East Movement - Get Up (Rattle)"
  • „Le Kid - We Are Young"
  • „Wankelmut & Emma Louise - My Head is A Jungle"
  • „Armin Van Buuren Feat. Trevor Guthrie - this is What it Feels Like"
  • „Lisa Aberer - I Will Dance"
  • „Martin Garrix - Animals"
  • „Klingande - Jubel"
  • „Family Of The Year - Hero"
  • „Stromae - Papaoutai"
  • „DJ Antoine Vs. Mad Mark Feat B.-Case & U-Jean - House Party"
  • „Martin Solveig & The Cataracs - Hey Now (Feat. Kyle), etc."

Inhalt der Abmahnung

Der Anschlussinhaber wird zur Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung sowie zur Zahlung von Anwaltsgebühren und Schadensersatz aufgefordert. Die Höhe der geforderten Zahlung richtet sich in der Regel nach der Anzahl der angeblich im Internet zum Download angebotenen Musiktitel.

Bezüglich der Höhe der Anwaltskosten argumentiert Rechtsanwalt Sebastian damit, dass eine Beschränkung des Gegenstandswertes auf 1.000 € unbillig sei. In diesem Zusammenhang beruft er sich auf ein angebliches Gutachten der Verbraucherzentrale, wonach in über 80% der Filesharing-Fälle die Ausnahmevorschrift -gemeint ist § 97a Abs. 3 S.4 UrhG- greifen würde. Wir halten diese Auffassung für zweifelhaft.

Allgemeine Handlungsempfehlung:

Eine Abmahnung - so kurz vor Weihnachten - kommt deutlich ungelegen. Angesichts der kurzen Fristen und wegen des vorweihnachtlichen Trubels steigt die Gefahr, „Kurzschlussreaktionen" zu begehen.

Zunächst gilt daher: Ruhe bewahren und besonnen reagieren.

D.h.:

  • Keine voreilige Zahlung leisten
  • Nichts ungeprüft unterschreiben
  • Abmahnung ernst nehmen
  • Noch vor Ablauf der Frist professionellen Rechtsrat einschalten (Gefahr einer einstweiligen Verfügung!)

Lassen Sie sich noch vor dem 25.12.2013 beraten.