Urmann und Collegen versteigern Forderungen in Höhe von 90 Millionen EUR - Ungeahntes Ausmaß an Pornoabmahnungen

06.12.2011746 Mal gelesen
Die Regensburger Kanzlei Urmann und Collegen (U+C) versteigert auf ihrer Internetseite Forderungen aus Tauschbörsenabmahnungen. Betroffene Anschlussinhaber sollten jetzt aufpassen, da verstärkt mit gerichtlicher Geltendmachung zu rechnen ist.

Auf ihrer Internetseite http://auktion.urmann.com/ versteigert die Kanzlei U+C Rechtsanwälte URMANN+COLLEGEN Rechtsanwaltsgesellschaft mbH Forderungen in einer Gesamthöhe von ca. 90 Millionen EUR. Es handelt sich hierbei um die Forderungen aus urheberrechtlichen Abmahnungen der Kanzlei.

U+C hat in den Jahren 2010 und 2011 im Auftrag der Pornoindustrie zahlreiche urheberrechtliche Abmahnungen ausgesprochen. Von den Betroffenen wurde die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung sowie die Zahlung von 650 EUR verlangt. Kamen die Anschlussinhaber den Forderungen nicht nach, erhöhte sich der Betrag auf 1.286 EUR.

Diese Forderungen kommen jetzt unter den Hammer. Die Kanzlei U + C tritt als Vermittler im Namen der bisher vertretenen Rechteinhaber auf und versteigert die offenen Forderungen im Gesamtwert von 90 Millionen EUR in mehreren Positionen. Rechnerisch ergibt sich hieraus eine Gesamtzahl von ca. 70.000 Abmahnungen, für die jeweils 1.286 EUR angesetzt werden. Die Auktionen laufen am 12.12.2011 ab 10 Uhr im Abstand von 10 Minuten aus.

Für die potentiellen Bieter stellt sich die Frage nach dem Wert der ersteigerten Forderungen. Ein Teil der ausgesprochenen Abmahnungen dürfte unberechtigt erfolgt sein. Gerade die Kanzlei Urmann & Collegen ist in der Vergangenheit immer wieder durch Mehrfachabmahnungen unangenehm aufgefallen. So hatten mehrere unserer Mandanten an einem Tag gleich eine Handvoll Abmahnungen von U + C im Briefkasten. Nicht selten war dasselbe Werk oder zumindest derselbe Rechteinhaber betroffen.

Allerdings sollte die Versteigerung der Abmahnforderungen betroffene Anschlussinhaber warnen. In den einschlägigen Foren ging man bislang davon aus, dass die Kanzlei Urmann & Collegen die nicht gezahlten Forderungen nicht gerichtlich verfolgen würde. Mit der Versteigerung steigt das Risiko einer gerichtlichen Inanspruchnahme jedoch deutlich. Zum einen haben die neuen Gläubiger weit weniger Forderungen zu bearbeiten, zum anderen muss der Kaufpreis wieder hereinkommen. Die Käufer der Forderungen werden daher alle Register ziehen, die Beträge bei den Anschlussinhabern wieder hereinzubekommen.

Für die Anschlussinhaber ist es daher an der Zeit, ihre Strategie im Umgang mit Abmahnungen der Kanzlei Urmann & Collegen neu zu beurteilen und gegebenenfalls zu ändern. Die Berliner Kanzlei Werdermann | von Rüden steht als kompetenter Ansprechpartner mit Rat und Tat zur Seite.

 

Werdermann | von Rüden
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