Rauschtat

Rechtswörterbuch

 Normen 

§ 20 StGB

 Information 

Als Rauschtat wird eine rechtswidrig begangene Straftat bezeichnet, bei der der Täter aufgrund seines Rausches (Alkohol, Drogen, Medikamente etc.) gemäß § 20 StGB schuldunfähig ist und daher nicht für die Begehung des eigentlichen Delikts bestraft werden kann.

In Betracht kommt aber eine Strafbarkeit wegen Vollrausches.

 Siehe auch 

BGH 22.02.1994 - 1 StR 789/93 (Rücktritt von Versuch der Rauschtat)

Bockemühl: Handbuch des Fachanwalts Strafrecht; 6. Auflage 2014

Kraatz: Die subjektive Beziehung des Rauschtäters zur Rauschtat, oder: Kann der "Brückenschlag" zwischen Berauschung und Rauschtat überhaupt gelingen?; Zeitschrift für die gesamte Strafrechtswissenschaft - ZStW 2013, 819

Satzger/Schluckebier/Widmaier: StGB - Strafgesetzbuch; 2. Auflage 2014

Vordermayer/von Heintschel-Heinegg: Handbuch für den Staatsanwalt; 4. Auflage 2013

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