§ 7 HSVergV, Auswahl im Rahmen der Ausländerquote

§ 7 HSVergV
Verordnung über die Vergabe von Studienplätzen durch die Hochschulen (Hochschul-Vergabeverordnung)
Landesrecht Niedersachsen
Titel: Verordnung über die Vergabe von Studienplätzen durch die Hochschulen (Hochschul-Vergabeverordnung)
Normgeber: Niedersachsen
Redaktionelle Abkürzung: HSVergV,NI
Referenz: 22220

(1) 1Die Studienplätze im Rahmen der Ausländerquote werden vergeben an ausländische Staatsangehörige oder Staatenlose, die nicht den Deutschen gleichgestellt sind. 2Deutschen gleichgestellt sind

  1. 1.
    Staatsangehörige eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum,
  2. 2.
    im Inland wohnende Kinder von Staatsangehörigen eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum, sofern diese Staatsangehörigen im Inland beschäftigt sind oder waren,
  3. 3.
    im Inland wohnende andere Familienangehörige im Sinne von Artikel 10 der Verordnung (EWG) Nr. 1612/68 des Rates vom 15. Oktober 1968 über die Freizügigkeit der Arbeitnehmer innerhalb der Gemeinschaft (ABl. EG Nr. L 257 S. 2), zuletzt geändert durch die Richtlinie 2004/38/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 (ABl. EU Nr. L 158 S. 77), von Staatsangehörigen eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum, sofern diese Staatsangehörigen im Inland beschäftigt sind, sowie
  4. 4.
    sonstige ausländische Staatsangehörige oder Staatenlose, die eine im Inland oder an einer deutschen Auslandsschule erworbene deutsche Hochschulzugangsberechtigung besitzen.

(2) 1Die Studienplätze im Rahmen der Ausländerquote werden in erster Linie aufgrund des zum Zugang berechtigenden Zeugnisses vergeben. 2Für die Ermittlung der Durchschnittsnote gilt die Anlage 2 der Vergabeverordnung-Stiftung entsprechend. 3Besondere Umstände, die für ein Studium an einer deutschen Hochschule sprechen, können zusätzlich berücksichtigt werden. 4Als ein solcher Umstand ist insbesondere anzusehen, wenn die Bewerberin oder der Bewerber

  1. 1.
    die Bewilligung eines Stipendiums durch eine öffentlich finanzierte Einrichtung nachweist,
  2. 2.
    auf Vorschlag einer niedersächsischen Hochschule ein Kolleg erfolgreich besucht hat und für einen Studienplatz vorgemerkt ist,
  3. 3.
    einem Entwicklungsland angehört,
  4. 4.
    in der Bundesrepublik Deutschland Asylrecht genießt,
  5. 5.
    einer deutschsprachigen Minderheit im Ausland angehört oder
  6. 6.
    der Förderung durch zwischenstaatliche Verträge oder Hochschulvereinbarungen unterfällt.

(3) 1Die Hochschule kann durch Ordnung bestimmen, dass die Studienplätze im Rahmen der Ausländerquote nach dem Ergebnis eines Auswahlverfahrens vergeben werden, in dem die Auswahlkriterien des § 11 Abs. 2 und 3 ergänzend zur Anwendung kommen. 2Sie kann durch Ordnung von § 2 Abs. 1 abweichende Fristen festlegen.

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