§ 6 VVO-Stift, Quotierung

§ 6 VVO-Stift
Verordnung über die zentrale Vergabe von Studienplätzen durch die Stiftung für Hochschulzulassung (Vergabeverordnung-Stiftung)
Landesrecht Niedersachsen

Erster Teil – Vergabe von Studienplätzen im zentralen Vergabeverfahren → 3. Abschnitt – Quotierung und Verfahrensablauf, Auswahlverfahren der Hochschulen

Titel: Verordnung über die zentrale Vergabe von Studienplätzen durch die Stiftung für Hochschulzulassung (Vergabeverordnung-Stiftung)
Normgeber: Niedersachsen
Redaktionelle Abkürzung: VVO-Stift,NI
Gliederungs-Nr.: 22220
Normtyp: Rechtsverordnung

(1) 1Von den festgesetzten Zulassungszahlen sind je Studienort vorweg abzuziehen:

  1. 1.

    für die Zulassung von ausländischen Staatsangehörigen oder Staatenlosen, die nicht nach § 2 Satz 2 Deutschen gleichgestellt sind, 5 vom Hundert,

  2. 2.

    für die Zulassung im Sanitätsoffizierdienst der Bundeswehr

    1. a)

      2,2 vom Hundert im Studiengang Medizin,

    2. b)

      0,5 vom Hundert im Studiengang Pharmazie,

    3. c)

      0,1 vom Hundert im Studiengang Tiermedizin,

    4. d)

      1,4 vom Hundert im Studiengang Zahnmedizin.

2Die Hochschule kann durch Ordnung (§ 8 Abs. 2 Satz 1 NHZG) festlegen, dass die von der jährlichen Aufnahmekapazität auf die Quote nach Satz 1 Nr. 1 entfallenden Studienplätze zu einem Zulassungstermin (Wintersemester oder Sommersemester) vergeben werden; § 7 Abs. 1 bleibt unberührt. 3Für die Quoten nach Satz 1 Nr. 2 gelten zusammen für ein Wintersemester und das darauf folgende Sommersemester bundesweit folgende Obergrenzen:

  1. 1.

    im Studiengang Medizin 220 Studienplätze,

  2. 2.

    im Studiengang Pharmazie 12 Studienplätze,

  3. 3.

    im Studiengang Tiermedizin 2 Studienplätze,

  4. 4.

    im Studiengang Zahnmedizin 30 Studienplätze.

4Abweichend von Satz 1 wird die Summe der für das Wintersemester und das darauf folgende Sommersemester nach Satz 1 Nr. 2 je Studienort vorweg abzuziehenden Zahlen von Studienplätzen in dem Studiengang Medizin von der für das Wintersemester an der Medizinischen Hochschule Hannover festgesetzten Zulassungszahl abgezogen; an den übrigen Hochschulen findet ein Vorwegabzug nach Satz 1 Nr. 2 nicht statt. 5Satz 4 gilt für Studienplätze in dem Studiengang Zahnmedizin entsprechend.

(2) 1Darüber hinaus sind von der Gesamtzahl der festgesetzten Zulassungszahlen vorweg abzuziehen:

  1. 1.

    2 vom Hundert für Fälle außergewöhnlicher Härte,

  2. 2.

    0,2 vom Hundert für die Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber mit besonderer Hochschulzugangsberechtigung,

  3. 3.

    3 vom Hundert für die Auswahl für ein Zweitstudium.

2Der Anteil der für Bewerberinnen und Bewerber mit besonderer Hochschulzugangsberechtigung bei der Verfahrensdurchführung zur Verfügung stehenden Studienplätze an der Gesamtzahl der Studienplätze darf nicht größer sein als ihr Anteil an der Bewerbergesamtzahl. 3Für jede Quote nach Satz 1 muss mindestens ein Studienplatz zur Verfügung gestellt werden.

(3) Die Zahl der in der Abiturbestenquote zu vergebenden Studienplätze beträgt je Studienort 20 vom Hundert der Zahl der nach Abzug der Quoten nach den Absätzen 1 und 2 verbleibenden Studienplätze.

(4) Die Zahl der durch das Auswahlverfahren der Hochschulen zu vergebenden Studienplätze beträgt je Studienort 60 vom Hundert der Zahl der nach Abzug der Quoten nach den Absätzen 1 und 2 verbleibenden Studienplätze.

(5) Die verbleibenden Studienplätze, vermindert um die Zahl der nach einem Dienst aufgrund früheren Zulassungsanspruchs Auszuwählenden, die nicht in der Abiturbestenquote oder im Auswahlverfahren der Hochschulen zugelassen worden waren, werden nach Wartezeit vergeben.

(6) 1In den Quoten nach Absatz 1 Satz 1 Nr. 2 und Absatz 2 verfügbar gebliebene Studienplätze werden der Quote nach Absatz 5 hinzugerechnet. 2In den Quoten nach Absatz 1 Satz 1 Nr. 1, Absätze 3 und 5 verfügbar gebliebene Studienplätze werden der Quote nach Absatz 4 hinzugerechnet.

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