§ 6 StPVLVO, Quotierung

§ 6 StPVLVO
Studienplatzvergabeverordnung Rheinland-Pfalz (StPVLVO)
Landesrecht Rheinland-Pfalz

Abschnitt 3 – Quotierung und Verfahrensabläufe

Titel: Studienplatzvergabeverordnung Rheinland-Pfalz (StPVLVO)
Normgeber: Rheinland-Pfalz
Amtliche Abkürzung: StPVLVO
Gliederungs-Nr.: 223-44
Normtyp: Rechtsverordnung

(1) Von den je Studiengang festgesetzten Zulassungszahlen sind vorweg abzuziehen:

  1. 1.

    für die Zulassung von ausländischen Staatsangehörigen oder Staatenlosen, die nicht nach § 2 Satz 2 Deutschen gleichgestellt sind (§ 2), bis zu 5 v.H.,

  2. 2.

    für die Zulassung im Sanitätsoffizierdienst der Bundeswehr (§ 5)

    1. a)

      2,2 v.H. im Studiengang Medizin,

    2. b)

      0,5 v.H. im Studiengang Pharmazie,

    3. c)

      1,4 v.H. im Studiengang Zahnmedizin.

Die von der jährlichen Aufnahmekapazität auf die Quote nach Satz 1 Nr. 1 entfallenden Studienplätze können von den Hochschulen zu einem Zulassungstermin (Wintersemester oder Sommersemester) vergeben werden; § 1 Abs. 4 bleibt unberührt. Für die Quoten nach Satz 1 Nr. 2 gelten zusammen für ein Wintersemester und das darauf folgende Sommersemester bundesweit folgende Obergrenzen:

  1. 1.

    im Studiengang Medizin: 220 Studienplätze,

  2. 2.

    im Studiengang Pharmazie: 12 Studienplätze,

  3. 3.

    im Studiengang Zahnmedizin: 30 Studienplätze.

(2) Darüber hinaus sind von den je Studiengang festgesetzten Zulassungszahlen vorweg abzuziehen:

  1. 1.

    2 v.H. für Fälle außergewöhnlicher Härte (§ 15),

  2. 2.

    im zentralen Vergabeverfahren 0,2 v.H. für die Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber mit besonderer Hochschulzugangsberechtigung (§ 16),

  3. 3.

    3 v.H. für die Auswahl für ein Zweitstudium (§ 17). Der Anteil der für Bewerberinnen und Bewerber mit besonderer Hochschulzugangsberechtigung bei der Verfahrensdurchführung zur Verfügung stehenden Studienplätze an der Gesamtzahl der Studienplätze darf nicht größer sein als ihr Anteil an der Gesamtzahl der Bewerberinnen und Bewerber für den betreffenden Studiengang. Für jede Quote nach Satz 1 muss mindestens ein Studienplatz zur Verfügung gestellt werden.

(3) Im zentralen Vergabeverfahren beträgt die Zahl der durch die Stiftung nach der Durchschnittsnote zu vergebenden Studienplätze 20 v.H. der Zahl der nach Abzug der Quoten nach den Absätzen 1 und 2 verbleibenden Studienplätze.

(4) Die Zahl der durch das Auswahlverfahren der Hochschulen zu vergebenden Studienplätze beträgt im zentralen Vergabeverfahren 60 v.H., im Vergabeverfahren der Hochschule 80 v.H. der Zahl der nach Abzug der Quoten nach den Absätzen 1 und 2 verbleibenden Studienplätze.

(5) Die verbleibenden Studienplätze, vermindert um die Zahl der nach einem Dienst aufgrund früheren Zulassungsanspruchs Auszuwählenden, die nicht nach der Durchschnittsnote oder im Auswahlverfahren der Hochschulen zugelassen worden waren, werden nach Wartezeit vergeben.

(6) In den Quoten nach Absatz 1 Satz 1 Nr. 2 sowie Absatz 2 verfügbar gebliebene Studienplätze werden der Quote nach Absatz 5 hinzugerechnet. Im zentralen Vergabeverfahren werden in den Quoten nach Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 und den Absätzen 3 und 5 verfügbar gebliebene Studienplätze der Quote nach Absatz 4 hinzugerechnet. Im Vergabeverfahren der Hochschule werden in den Quoten nach Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 und Absatz 3 verfügbar gebliebene Studienplätze der Quote nach Absatz 5 hinzugerechnet.

(7) Soweit für einen Studiengang aufgrund des § 66 HochSchG eine Eignungsprüfung durchgeführt wird, können dem Auswahlverfahren ausschließlich die Ergebnisse der Eignungsprüfung oder diese Ergebnisse in Verbindung mit den Kriterien nach § 18 Abs. 1 zugrunde gelegt werden. Einer Quotierung der Studienplätze bedarf es nicht, wenn nach Maßgabe der Satzung eine Vergabe nach Wartezeit nicht erfolgt.

(8) In den Fällen des § 24 gelten die für das Vergabeverfahren der Hochschule festgelegten Quoten, soweit nichts Abweichendes geregelt ist.

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