§ 6 LPlG, Inhalt der Regionalen Entwicklungspläne

§ 6 LPlG
Landesplanungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt (LPlG)
Landesrecht Sachsen-Anhalt
Titel: Landesplanungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt (LPlG)
Normgeber: Sachsen-Anhalt
Amtliche Abkürzung: LPlG
Referenz: 230.6
Abschnitt: Teil 2 – Raumordnungspläne
 

(1) Die Regionalen Entwicklungspläne sind aus dem Landesentwicklungsplan zu entwickeln. Die darin festgelegten landesbedeutsamen Ziele und Grundsätze der Raumordnung sind zu übernehmen und, soweit erforderlich, zu konkretisieren und zu ergänzen. Dabei sind die Ziele und Grundsätze der Raumordnung, die der Entwicklung, Ordnung und Sicherung der nachhaltigen Raumentwicklung in der Planungsregion dienen, festzulegen.

(2) Die Flächennutzungspläne und die Ergebnisse der von Gemeinden beschlossenen sonstigen städtebaulichen Planungen sind in der Abwägung zu berücksichtigen.

(3) In den Regionalen Entwicklungsplänen sind, soweit erforderlich, mindestens festzulegen:

  1. 1.

    die Zentralen Orte der unteren Stufe (Grundzentren),

  2. 2.

    Siedlungsschwerpunkte in den im Landesentwicklungsplan festgelegten Verdichtungsräumen,

  3. 3.

    die räumliche Konkretisierung und Ergänzung der im Landesentwicklungsplan ausgewiesenen schutz- und nutzungsbezogenen Festlegungen zur Freiraumstruktur, insbesondere zu

    1. a)

      Natur und Landschaft unter maßgeblicher Berücksichtigung des Ökologischen Verbundsystems,

    2. b)

      Landwirtschaft,

    3. c)

      Rohstoffgewinnung,

    4. d)

      Wassergewinnung,

    5. e)

      Tourismus und Erholung,

    6. f)

      Kultur- und Denkmalpflege,

    7. g)

      Hochwasserschutz (Hochwasserentstehungsgebiete),

    8. h)

      Wiederbewaldung,

    9. i)

      Siedlungsbeschränkungsgebieten im Bereich von Flugplätzen,

    10. j)

      Windenergieanlagen,

    11. k)

      Gebieten zur Sanierung und Entwicklung von Raumfunktionen,

  4. 4.

    zu sichernde Standorte und Trassen für Infrastruktur

    1. a)

      regional bedeutsame Verkehrstrassen,

    2. b)

      regional bedeutsame Standorte für Industrie und Gewerbe,

    3. c)

      regional bedeutsame Standorte für Verkehrsanlagen,

    4. d)

      regional bedeutsame Standorte für Ver- und Entsorgungsanlagen,

    5. e)

      regional bedeutsame Standorte für großflächige Freizeitanlagen,

    6. f)

      regional bedeutsame Standorte für militärische Anlagen,

    7. g)

      regional bedeutsame Standorte für sonstige Anlagen,

  5. 5.

    weitere, im Landesentwicklungsplan bestimmte, aber den Regionalen Entwicklungsplänen vorbehaltene Festlegungen.

(4) Die Regionalen Entwicklungspläne sind nach Form und Inhalt einheitlich mit einer kartografischen Darstellung im Maßstab 1:100.000 zu erarbeiten.

(1) Red. Anm.:
Außer Kraft am 1. Juli 2015 durch § 27 Satz 2 des Gesetzes vom 23. April 2015 (GVBl. LSA S. 170)

Diese Artikel im Bereich Bauen und Immobilien könnten Sie interessieren

BGH entscheidet: „Darlehensgebühr in Bausparverträgen unwirksam“

BGH entscheidet: „Darlehensgebühr in Bausparverträgen unwirksam“

Betroffene Bausparer können mit erheblichen Rückzahlungen rechnen! mehr

Die 10 wichtigsten Punkte bei der Prüfung eines Immobilienkaufvertrags

Die 10 wichtigsten Punkte bei der Prüfung eines Immobilienkaufvertrags

Bei Immobilienkaufverträgen geht es häufig um große Summen. Käufer und Verkäufer von Häusern, Wohnungen, Bauplätzen etc. sollten sich daher über die wesentlichen Vertragsklauseln im Klaren sein und… mehr

Immobilienverkauf: Alle Verkäufer haften beim arglistigen Verschweigen eines Sachmangels

Immobilienverkauf: Alle Verkäufer haften beim arglistigen Verschweigen eines Sachmangels

Bei Immobilienkaufverträgen sind in der Regel Klauseln eingebaut, die die Haftung des Verkäufers wegen Sachmängeln ausschließen oder zumindest beschränken. Auf diese Regelungen können sich die… mehr