§ 67 AsylG, Erlöschen der Aufenthaltsgestattung

§ 67 AsylG
Asylgesetz (AsylG) 
Bundesrecht

Abschnitt 6 – Recht des Aufenthalts während des Asylverfahrens

Titel: Asylgesetz (AsylG) 
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: AsylG
Gliederungs-Nr.: 26-7
Normtyp: Gesetz

(1) 1Die Aufenthaltsgestattung erlischt,

  1. 1.

    wenn der Ausländer nach § 18 Abs. 2 und 3 zurückgewiesen oder zurückgeschoben wird,

  2. 2.

    wenn der Ausländer innerhalb von zwei Wochen, nachdem ihm der Ankunftsnachweis ausgestellt worden ist, noch keinen Asylantrag gestellt hat,

  3. 3.

    im Falle der Rücknahme des Asylantrags mit der Zustellung der Entscheidung des Bundesamtes,

  4. 4.

    wenn eine nach diesem Gesetz oder nach § 60 Abs. 9 des Aufenthaltsgesetzes erlassene Abschiebungsandrohung vollziehbar geworden ist,

  5. 5.

    mit der Vollziehbarkeit einer Abschiebungsanordnung nach § 34a,

  6. 5a.

    mit der Bekanntgabe einer Abschiebungsanordnung nach § 58a des Aufenthaltsgesetzes,

  7. 6.

    im Übrigen, wenn die Entscheidung des Bundesamtes unanfechtbar geworden ist.

2Liegt in den Fällen des § 23 Absatz 1 der dem Ausländer genannte Termin bei der Außenstelle des Bundesamtes nach der sich aus Satz 1 Nummer 2 ergebenden Frist, dann erlischt die Aufenthaltsgestattung nach dieser Bestimmung erst, wenn der Ausländer bis zu diesem Termin keinen Asylantrag stellt.

(2) Die Aufenthaltsgestattung tritt wieder in Kraft, wenn

  1. 1.

    ein nach § 33 Absatz 5 Satz 1 eingestelltes Verfahren wieder aufgenommen wird oder

  2. 2.

    der Ausländer den Asylantrag nach Ablauf der in Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 oder Satz 2 genannten Frist stellt.

Zu § 67: Geändert durch G vom 20. 10. 2015 (BGBl I S. 1722), 11. 3. 2016 (BGBl I S. 390) (17. 3. 2016) und 31. 7. 2016 (BGBl I S. 1939) (6. 8. 2016).

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