§ 57 JAPO M-V, Übergangsbestimmungen

§ 57 JAPO M-V
Verordnung zur Ausführung des Juristenausbildungsgesetzes (Juristenausbildungs- und Prüfungsordnung - JAPO M-V)
Landesrecht Mecklenburg-Vorpommern

Teil 4 – Schlussvorschriften

Titel: Verordnung zur Ausführung des Juristenausbildungsgesetzes (Juristenausbildungs- und Prüfungsordnung - JAPO M-V)
Normgeber: Mecklenburg-Vorpommern
Amtliche Abkürzung: JAPO M-V
Gliederungs-Nr.: 306-1-5
Normtyp: Rechtsverordnung

(1) Für Studierende, die vor dem Wintersemester 2003/2004 das Studium aufgenommen haben und sich spätestens bis zum 1. Juli 2006 erstmals zur Prüfung angemeldet haben, finden die bis zum In-Kraft-Treten dieser Verordnung geltenden Vorschriften zur Ersten juristischen Staatsprüfung Anwendung. Dies gilt auch für eine Prüfung, die auf eine Prüfung folgt, zu der sich der Studierende vor dem 1. Juli 2006 angemeldet hat und die nach den Bestimmungen über den Freiversuch als nicht unternommen gilt, und für die Notenverbesserung nach § 27.

(2) Die bis zum In-Kraft-Treten dieser Verordnung geltenden Vorschriften zur Ersten juristischen Staatsprüfung finden Anwendung auch für Wiederholungsprüfungen, wenn sich der Studierende vor dem 1. Juli 2006 zu der erfolglos gebliebenen Prüfung angemeldet hat, sofern er sich binnen zwei Jahren nach der Entscheidung über die als nicht unternommen geltende oder nicht bestandene Prüfung zur erneuten Prüfung meldet. Wurde die Entscheidung über das Nichtbestehen vor dem 30. Juni 2003 bekannt gegeben, so endet die Frist für die erneute Meldung nach Satz 1 am 1. Juli 2006.

(3) In Ausnahmefällen kann das Landesjustizprüfungsamt auf Antrag des Kandidaten die Fristen nach Absatz 1 und Absatz 2 Satz 1 verlängern.

(4) Wenn der Prüfungsversuch von Studierenden nach Absatz 1 fünf Jahre nach der ersten Ladung zur ersten Prüfungsleistung nicht durch Ablegen der Prüfungsleistungen beendet ist, endet der Prüfungsversuch unbeschadet der Möglichkeiten, sich zur Prüfung nach den Vorschriften dieser Verordnung zu melden. Erfolgt die Ladung vor dem 1. Oktober 2003, so endet die Frist nach Satz 1 am 30. September 2008.

(5) Studierende sind ab dem ersten Prüfungsdurchgang, der auf das Wintersemester 2004/2005 folgt, auf ihren Antrag hin zur Pflichtfachprüfung zuzulassen und haben ab dem Wintersemester 2004/2005 Anspruch auf Ausbildung und Prüfung im Schwerpunktbereich, soweit die jeweiligen Zulassungsvoraussetzungen erfüllt sind. Wer eine Prüfung nach Satz 1 begonnen hat, kann sich nicht nach Absatz 1 zur Ersten juristischen Staatsprüfung melden.

(6) Für Rechtsreferendare, die den Vorbereitungsdienst vor dem 1. Juli 2005 angetreten haben, finden bei planmäßigem Verlauf der Ausbildung hinsichtlich des Vorbereitungsdienstes und der Zweiten juristischen Staatsprüfung bis zum Herbsttermin 2007 die bis zum In-Kraft-Treten dieser Verordnung geltenden Vorschriften Anwendung. Verzögert sich die planmäßige Ausbildung dieser Rechtsreferendare, bestimmt der Präsident des Oberlandesgerichts Dauer und Reihenfolge der Stationen.

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