§ 3a HENatG, Landschaftsprogramm

§ 3a HENatG
Hessisches Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Hessisches Naturschutzgesetz - HENatG)
Landesrecht Hessen

Zweiter Abschnitt – Landschaftsplanung

Titel: Hessisches Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Hessisches Naturschutzgesetz - HENatG)
Normgeber: Hessen
Amtliche Abkürzung: HENatG
Gliederungs-Nr.: 881-17
gilt ab: 28.06.2002
Normtyp: Gesetz
gilt bis: 07.12.2006
Fundstelle: [keine Angabe]

(1) Die überörtlichen Erfordernisse und Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege werden in einem Landschaftsprogramm dargestellt. Dabei sind die Ziele der Raumordnung zu beachten; die Grundsätze und sonstigen Erfordernisse der Raumordnung sind zu berücksichtigen. Die raumbedeutsamen Erfordernisse des Naturschutzes und der Landschaftspflege sind bei der Aufstellung des Landesentwicklungsplanes und der Regionalpläne zu berücksichtigen. Die kommunalen Gebietskörperschaften sind bei der Aufstellung des Landschaftsprogramms zu beteiligen.

(2) Das Landschaftsprogramm enthält insbesondere Festlegungen

  1. 1.
    zu den vorrangig zu erfüllenden Aufgaben des Naturschutzes und der Landschaftspflege,
  2. 2.
    zu den Grundsätzen der Förderung und des Vertragsnaturschutzes,
  3. 3.
    zur Umsetzung der europarechtlichen Vorgaben im Naturschutz,
  4. 4.
    zur praktischen Umsetzung von § 2a Abs. 1 (Bedeutung der Landund Forstwirtschaft für den Erhalt der Kulturlandschaft),
  5. 5.
    zum Schutz der wandernden Tierarten, insbesondere ihrer Zugwege und Rastplätze,
  6. 6.
    zu überörtlichen Projekten und Plänen,
  7. 7.
    zur Erholungsfunktion bestimmter Räume.

(3) Das Landschaftsprogramm wird von der Landesregierung beschlossen.

(1) Red. Anm.:
Außer Kraft am 8. Dezember 2006 durch § 61 Abs. 1 des Gesetzes vom 4. Dezember 2006 (GVBl. I S. 619). Zur weiteren Anwendung s. § 31 des Gesetzes vom 20. Dezember 2010 (GVBl. I S. 629).

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