§ 3 KHV, Kommunikationshilfen

§ 3 KHV
Verordnung zur Verwendung von Gebärdensprache und anderen Kommunikationshilfen im Verwaltungsverfahren nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (Kommunikationshilfenverordnung - KHV)
Bundesrecht
Titel: Verordnung zur Verwendung von Gebärdensprache und anderen Kommunikationshilfen im Verwaltungsverfahren nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (Kommunikationshilfenverordnung - KHV)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: KHV
Gliederungs-Nr.: 860-9-2-1
Normtyp: Rechtsverordnung

(1) Die Kommunikation mittels eines Gebärdensprachdolmetschers oder einer anderen Kommunikationshilfe ist als geeignete Kommunikationsform anzusehen, wenn sie im konkreten Fall eine für die Wahrnehmung eigener Rechte im Verwaltungsverfahren erforderliche Verständigung sicherstellt.

(2) Als andere Kommunikationshilfen kommen Kommunikationshelferinnen und Kommunikationshelfer, Kommunikationsmethoden und Kommunikationsmittel in Betracht:

  1. 1.

    Kommunikationshelferinnen und Kommunikationshelfer sind insbesondere

    1. a)

      Schriftdolmetscherinnen und Schriftdolmetscher;

    2. b)

      Simultanschriftdolmetscherinnen und Simultanschriftdolmetscher;

    3. c)

      Oraldolmetscherinnen und Oraldolmetscher oder

    4. d)

      Kommunikationsassistentinnen und Kommunikationsassistenten.

  2. 2.

    Kommunikationsmethoden sind insbesondere

    1. a)

      Lormen und taktil wahrnehmbare Gebärden oder

    2. b)

      gestützte Kommunikation für Menschen mit autistischer Störung.

  3. 3.

    Kommunikationsmittel sind insbesondere

    1. a)

      akustisch-technische Hilfen oder

    2. b)

      grafische Symbol-Systeme.

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