§ 33 WpÜG, Handlungen des Vorstands der Zielgesellschaft

§ 33 WpÜG
Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG)
Bundesrecht

Abschnitt 4 – Übernahmeangebote

Titel: Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: WpÜG
Gliederungs-Nr.: 4110-7
Normtyp: Gesetz

(1) 1Nach Veröffentlichung der Entscheidung zur Abgabe eines Angebots bis zur Veröffentlichung des Ergebnisses nach § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 darf der Vorstand der Zielgesellschaft keine Handlungen vornehmen, durch die der Erfolg des Angebots verhindert werden könnte. 2Dies gilt nicht für Handlungen, die auch ein ordentlicher und gewissenhafter Geschäftsleiter einer Gesellschaft, die nicht von einem Übernahmeangebot betroffen ist, vorgenommen hätte, für die Suche nach einem konkurrierenden Angebot sowie für Handlungen, denen der Aufsichtsrat der Zielgesellschaft zugestimmt hat.

(2) 1Ermächtigt die Hauptversammlung den Vorstand vor dem in Absatz 1 Satz 1 genannten Zeitraum zur Vornahme von Handlungen, die in die Zuständigkeit der Hauptversammlung fallen, um den Erfolg von Übernahmeangeboten zu verhindern, sind diese Handlungen in der Ermächtigung der Art nach zu bestimmen. 2Die Ermächtigung kann für höchstens 18 Monate erteilt werden. 3Der Beschluss der Hauptversammlung bedarf einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst; die Satzung kann eine größere Kapitalmehrheit und weitere Erfordernisse bestimmen. 4Handlungen des Vorstands auf Grund einer Ermächtigung nach Satz 1 bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats.

Zu § 33: Geändert durch G vom 8. 7. 2006 (BGBl I S. 1426).

Diese Artikel im Bereich Aktien, Fonds und Anlegerschutz könnten Sie interessieren

LG Düsseldorf untersagt irreführende Werbung der Sparda-Bank

LG Düsseldorf untersagt irreführende Werbung der Sparda-Bank

Banken stellen bei kostenlosen Girokonten zwar keine Kontoführungsgebühren in Rechnung, fordern dafür aber eine jährliche Abschlussgebühr: mehr

Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG: Insolvenzverfahren eröffnet

Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG: Insolvenzverfahren eröffnet

Anleger sollten rechtzeitig reagieren und ihre Forderungen bis zum 7. März 2017 form- und fristgerecht beim zuständigen Insolvenzverwalter anmelden. mehr

Staatsanwaltschaft Mannheim ermittelt gegen Cosma-Firmengruppe

Staatsanwaltschaft Mannheim ermittelt gegen Cosma-Firmengruppe

Verdacht des gewerbsmäßigen Betrugs: mehr