§ 32 BDSG, Datenerhebung, -verarbeitung und -nutzung für Zwecke des Beschäftigungsverhältnisses

§ 32 BDSG
Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) 
Bundesrecht

Dritter Abschnitt – Datenverarbeitung nicht-öffentlicher Stellen und öffentlich-rechtlicher Wettbewerbsunternehmen → Erster Unterabschnitt – Rechtsgrundlagen der Datenverarbeitung

Titel: Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) 
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: BDSG
Gliederungs-Nr.: 204-3
Normtyp: Gesetz

(1) 1Personenbezogene Daten eines Beschäftigten dürfen für Zwecke des Beschäftigungsverhältnisses erhoben, verarbeitet oder genutzt werden, wenn dies für die Entscheidung über die Begründung eines Beschäftigungsverhältnisses oder nach Begründung des Beschäftigungsverhältnisses für dessen Durchführung oder Beendigung erforderlich ist. 2Zur Aufdeckung von Straftaten dürfen personenbezogene Daten eines Beschäftigten nur dann erhoben, verarbeitet oder genutzt werden, wenn zu dokumentierende tatsächliche Anhaltspunkte den Verdacht begründen, dass der Betroffene im Beschäftigungsverhältnis eine Straftat begangen hat, die Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung zur Aufdeckung erforderlich ist und das schutzwürdige Interesse des Beschäftigten an dem Ausschluss der Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung nicht überwiegt, insbesondere Art und Ausmaß im Hinblick auf den Anlass nicht unverhältnismäßig sind.

(2) Absatz 1 ist auch anzuwenden, wenn personenbezogene Daten erhoben, verarbeitet oder genutzt werden, ohne dass sie automatisiert verarbeitet oder in oder aus einer nicht automatisierten Datei verarbeitet, genutzt oder für die Verarbeitung oder Nutzung in einer solchen Datei erhoben werden.

(3) Die Beteiligungsrechte der Interessenvertretungen der Beschäftigten bleiben unberührt.

Zu § 32: Eingefügt durch G vom 14. 8. 2009 (BGBl I S. 2814).

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Verbreitung von Mitarbeiterfotos auf Firmenhomepages

Verbreitung von Mitarbeiterfotos auf Firmenhomepages

Zunehmend präsentieren sich Unternehmen auf eigenen Firmenhomepages und in Hochglanzmappen mit Fotos ihrer Mitarbeiter. Auch hierbei greift selbstverständlich die Grundregel des § § 22 S. 1… mehr

Das Arzt-Patienten-Verhältnis und seine Tücken

Das Arzt-Patienten-Verhältnis und seine Tücken

Der Datenschutz ist in Deutschland ein hohes Gut. Zu Recht! Kapriolen des Datenschutzrechts nach dem Bundesdatenschutzgesetz. mehr

BGH: Kein Anspruch des Patienten gegen den Klinikträger auf Preisgabe der Privatanschrift eines angestellten Arztes

BGH: Kein Anspruch des Patienten gegen den Klinikträger auf Preisgabe der Privatanschrift eines angestellten Arztes

Mit Urteil vom 20. Januar 2015 hat der BGH die Auskunftsklage eines Patienten gegen das Krankenhaus abgewiesen. Der Patient wollte Auskunft über die Privatanschrift des angestellten Arztes erlangen,… mehr