§ 31 HZV, Auswahl nach dem Ergebnis des ergänzenden Hochschulauswahlverfahrens

§ 31 HZV
Verordnung über die Hochschulzulassung an den staatlichen Hochschulen in Bayern (Hochschulzulassungsverordnung - HZV)
Landesrecht Bayern
Titel: Verordnung über die Hochschulzulassung an den staatlichen Hochschulen in Bayern (Hochschulzulassungsverordnung - HZV)
Normgeber: Bayern
Amtliche Abkürzung: HZV
Referenz: 2210-8-2-1-1-K
Abschnitt: Erster Teil – Verfahrensvorschriften für die Vergabeverfahren → Abschnitt 2 – Örtliches Auswahlverfahren
 

(1) 1Die Hochschule kann neben der Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung als Auswahlkriterium einen oder mehrere der folgenden Maßstäbe zugrundelegen:

  1. 1.

    die Einzelnoten der Hochschulzugangsberechtigung, die über die fachspezifische Eignung besonderen Aufschluss geben,

  2. 2.

    das Ergebnis eines fachspezifischen Studierfähigkeitstests,

  3. 3.

    die Art einer Berufsausbildung oder Berufstätigkeit, besondere Vorbildungen, praktische Tätigkeiten sowie außerschulische Leistungen und Qualifikationen, die über die Eignung für den Studiengang, für den die Zulassung beantragt wird, besonderen Aufschluss geben, oder

  4. 4.

    das Ergebnis eines Auswahlgesprächs, das Aufschluss über die Motivation der Bewerberin oder des Bewerbers und über die Identifikation mit dem gewählten Studium und dem angestrebten Beruf gibt.

2Der Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung muss dabei überwiegende Bedeutung zugemessen werden. 3Bei Lehramtsstudiengängen sind mindestens 40 v.H. der in dieser Quote verfügbaren Studienplätze ausschließlich nach der Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung zu vergeben.

(2) 1Die Hochschule bestimmt durch Satzung, welche Auswahlkriterien angewendet werden, und regelt die Ausgestaltung des Verfahrens; dabei kann die Hochschule im Einvernehmen mit dem Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (im Folgenden: Staatsministerium) weitere Auswahlkriterien festlegen. 2Wer nachweist, aus in der eigenen Person liegenden, nicht selbst zu vertretenden Gründen daran gehindert gewesen zu sein, eine bessere Durchschnittsnote zu erreichen, bei dem wird auf Antrag die bessere Durchschnittsnote zugrunde gelegt. 3Wer nachweist, aus in der eigenen Person liegenden, nicht selbst zu vertretenden Gründen daran gehindert zu sein, an einem fachspezifischen Studierfähigkeitstest nach Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 oder einem Auswahlgespräch nach Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 in der vorgesehenen Form teilzunehmen, dem wird auf Antrag Nachteilsausgleich gewährt, soweit dies zur Herstellung der Chancengleichheit erforderlich ist. 4Gespräche mit den Bewerberinnen und Bewerbern nach Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 sind durch von der Leitung der Hochschule bestimmte Personen, darunter mindestens ein Mitglied der Gruppe der Professorinnen und Professoren, zu führen. 5Die Auswahlentscheidung trifft die Leitung der Hochschule oder ein von ihr beauftragtes Mitglied der Hochschule.

(3) 1Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am ergänzenden Hochschulauswahlverfahren kann durch die Hochschule durch Satzung auf der Grundlage der Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung, gegebenenfalls in Verbindung mit einem weiteren Kriterium nach den Abs. 1 und 2 in einem Vorauswahlverfahren begrenzt werden. 2Bei Ranggleichheit entscheidet das Los.

(4) 1Die Hochschule kann durch Satzung für einen jeweils bestimmten Anteil von Studienplätzen, die im Rahmen des ergänzenden Hochschulauswahlverfahrens zu vergeben sind, neben der Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung unterschiedliche Kriterien nach Abs. 1 Satz 1 Nrn. 1 bis 4 und Abs. 2 Satz 1 festlegen. 2Abs. 1 Satz 2 ist bei der Bildung von Binnenquoten entsprechend anzuwenden.

(5) § 27 Abs. 2 Sätze 1 und 2 finden im ergänzenden Hochschulauswahlverfahren nach Abs. 1 bis 4 entsprechende Anwendung.

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