§ 27 SNG, Begriffsbestimmungen, Betreiberpflichten

§ 27 SNG
Gesetz über den Schutz der Natur und die Pflege der Landschaft (Saarländisches Naturgesetz - SNG)
Landesrecht Saarland

Fünfter Abschnitt – Schutz und Pflege von Pflanzen und Tieren

Titel: Gesetz über den Schutz der Natur und die Pflege der Landschaft (Saarländisches Naturgesetz - SNG)
Normgeber: Saarland
Amtliche Abkürzung: SNG
Gliederungs-Nr.: 791-14
Normtyp: Gesetz

(1) Tiergehege sind eingefriedete Grundflächen, auf denen Tiere wild lebender Arten ganz oder teilweise im Freien gehalten werden. Dazu zählen auch Pflege- und Auffangstationen gemäß § 43 Abs. 6 des Bundesnaturschutzgesetzes.

(2) Zoos sind Tiergehege, in denen Tiere wild lebender Arten zwecks Zurschaustellung während eines Zeitraums von mindestens sieben Tagen im Jahr gehalten werden. Nicht als Zoo gelten:

  1. 1.
    Zirkusse,
  2. 2.
    Tierhandlungen,
  3. 3.
    Gehege zur Haltung von in der Bundesrepublik Deutschland heimischen Schalenwildarten und
  4. 4.
    Einrichtungen im Sinne von Satz 1, in denen nicht mehr als fünf Tiere der geschützten Arten gemäß § 10 Abs. 2 Nr. 10 des Bundesnaturschutzgesetzes gehalten werden.

(3) Die Betreiberpflichten für Zoos ergeben sich aus § 51 des Bundesnaturschutzgesetzes in Verbindung mit Artikel 3 der Richtlinie 1999/22 EG des Rates vom 29. März 1999 über die Haltung von Wildtieren in Zoos (ABl. EG Nr. L 94 S. 24).

(1) Red. Anm.:
Außer Kraft am 2. Juni 2006 durch Artikel 5 Abs. 2 Nr. 5 des Gesetzes vom 5. April 2006 (Amtsbl. S. 726). Zur weiteren Anwendung s. Artikel 1 § 53 Abs. 1 des Gesetzes vom 5. April 2006 (Amtsbl. S. 726).

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