§ 24 APOaVD, Verhinderung, Rücktritt, Versäumnis

§ 24 APOaVD
Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz über die Ausbildung und Prüfung der Beamten der Laufbahn des allgemeinen Vollzugsdienstes bei den Justizvollzugsanstalten (APOaVD)
Landesrecht Sachsen
Titel: Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz über die Ausbildung und Prüfung der Beamten der Laufbahn des allgemeinen Vollzugsdienstes bei den Justizvollzugsanstalten (APOaVD)
Normgeber: Sachsen

Amtliche Abkürzung: APOaVD
Referenz: 305-5

Abschnitt: Dritter Teil – Anstellungsprüfung
 

(1) (1)

Kann ein Prüfungsteilnehmer aus Gründen, die er nicht zu vertreten hat, den praktischen, schriftlichen oder mündlichen Teil der Prüfung nicht oder nicht vollständig ablegen, gilt Folgendes:

  1. 1.
    Hat der Prüfungsteilnehmer weniger als drei schriftliche Aufgaben bearbeitet, so gilt die Prüfung als nicht abgelegt.
  2. 2.
    Hat der Prüfungsteilnehmer mindestens drei schriftliche Aufgaben bearbeitet, so gilt die schriftliche Prüfung als abgelegt. Die fehlenden schriftlichen Prüfungsaufgaben sind in Form von Ersatzarbeiten in einer vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu bestimmenden Zeit nachzufertigen.
  3. 3.
    Eine nicht oder nicht vollständig abgelegte praktische oder mündliche Prüfung ist in vollem Umfang innerhalb einer vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses festgelegten Zeit nachzuholen.

(2) Eine Verhinderung im Sinne des Absatzes 1 ist unverzüglich geltend zu machen und nachzuweisen, im Falle der Verhinderung durch Krankheit durch ein amtsärztliches Zeugnis.

(3) In besonderen Fällen kann der Prüfungsausschuss auf Antrag die Nachfertigung von schriftlichen Arbeiten erlassen oder besondere Anordnungen für die Nachholung der praktischen oder mündlichen Prüfung treffen.

(4) Tritt ein Prüfungsteilnehmer nach Zulassung und vor Beginn eines Prüfungsteils zurück oder versäumt er den schriftlichen Teil der Prüfung, so gilt die Prüfung als abgelegt und nicht bestanden.

(5) Versäumt ein Prüfungsteilnehmer den praktischen oder mündlichen Teil der Prüfung ganz oder teilweise, ohne dass die Gründe des Absatzes 1 Satz 1 vorliegen, so gilt die Prüfung als abgelegt und nicht bestanden.

(6) Erscheint ein Prüfungsteilnehmer, ohne dass die Gründe des Absatzes 1 Satz 1 vorliegen, zur Bearbeitung einer einzelnen schriftlichen Aufgabe nicht oder gibt er die schriftliche Bearbeitung nicht bzw. nicht rechtzeitig ab, so wird mit der Note "ungenügend" bewertet.

(1) Red. Anm.:
Außer Kraft am 1. September 2007 durch § 40 Abs. 2 der Verordnung vom 14. Dezember 2007 (SächsGVBl. S. 592)
(2)
(2) Red. Anm.:
Zur weiteren Anwendung s. § 39 Abs. 1 der Verordnung vom 14. Dezember 2007 (SächsGVBl. S. 592)

Diese Artikel im Bereich Arbeit und Betrieb könnten Sie interessieren

Urlaubsabgeltung bei Tod des Arbeitnehmers im laufenden Arbeitsverhältnis

Urlaubsabgeltung bei Tod des Arbeitnehmers im laufenden Arbeitsverhältnis

Was passiert mit den mit noch offenstehenden Urlaubsansprüchen eines während eines bestehenden Arbeitsverhältnisses verstorbenen Arbeitnehmers? Haben die Erben Anspruch aus der sich daraus ergebenen… mehr

Krankheitsbedingte Kündigung ohne betriebliches Eingliederungsmanagement

Krankheitsbedingte Kündigung ohne betriebliches Eingliederungsmanagement

Immer wieder werden Arbeitsvertragsparteien vor folgenden Sachverhalt gestellt: der lange erkrankte, zwischenzeitlich durchaus (auch mal wieder) arbeitende Arbeitnehmer wird mit der Begründung auf… mehr

LAG Nürnberg: Diskriminierung in Sozialplan bei Kinderzuschlag

LAG Nürnberg: Diskriminierung in Sozialplan bei Kinderzuschlag

Sozialpläne berücksichtigen insbesondere bei der Bemessung von Abfindungsleistungen regelmäßig, ob der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin unterhaltspflichtige Kinder hat. Dabei wird nicht selten -… mehr