§ 1 MFG M-V, Ziel des Gesetzes

§ 1 MFG M-V
Gesetz zur Mittelstandsförderung in Mecklenburg-Vorpommern (Mittelstandsförderungsgesetz - MFG M-V)
Landesrecht Mecklenburg-Vorpommern
Titel: Gesetz zur Mittelstandsförderung in Mecklenburg-Vorpommern (Mittelstandsförderungsgesetz - MFG M-V)
Normgeber: Mecklenburg-Vorpommern
Amtliche Abkürzung: MFG M-V
Referenz: 707-4
Abschnitt: Abschnitt 1 – Allgemeine Bestimmungen
 

(1) Ziel des Gesetzes ist es, im Rahmen einer die gesamte wirtschaftliche Basis des Landes stärkenden Wirtschafts- und Strukturpolitik mittelständische Strukturen nachhaltig zu stärken und die Vielfalt und Leistungskraft der mittelständischen Unternehmen auszubauen. Mittelständische Unternehmen im Sinne dieses Gesetzes sind Kleinstunternehmen, kleine Unternehmen und mittlere Unternehmen, vor allem solche, die eigentümer- oder inhabergeführt sind, sowie die Freien Berufe.

(2) Im Interesse der Schaffung und Sicherung einer starken Wirtschaftsstruktur sollen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mittelstandsgerecht gestaltet werden, insbesondere durch

  1. 1.

    die Schaffung und den Erhalt verlässlicher mittelstandsfreundlicher Rahmenbedingungen,

  2. 2.

    Prüfung und gegebenenfalls Verbesserung der Mittelstandsverträglichkeit von Vorschriften,

  3. 3.

    die Vermeidung und erforderlichenfalls den Abbau von Vorschriften, die Investitionen, Innovationen oder Beschäftigung hemmen,

  4. 4.

    Prüfung und gegebenenfalls Umsetzung der Privatisierungsmöglichkeiten von Leistungen und Unternehmen der öffentlichen Hand und

  5. 5.

    die konsequente Bekämpfung von Schwarzarbeit.

(3) Die Mittelstandsförderung als Teil der Wirtschafts- und Strukturpolitik des Landes Mecklenburg-Vorpommern soll die mittelständischen Unternehmen unterstützen, insbesondere durch

  1. 1.

    die Stärkung der Leistungsfähigkeit im nationalen und internationalen Wettbewerb,

  2. 2.

    die Sicherung und den Ausbau der Arbeits- und Ausbildungsplätze unter Berücksichtigung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie der Chancengleichheit,

  3. 3.

    die Verbesserung der Eigenkapitalausstattung,

  4. 4.

    die Erhöhung des Innovationspotenzials für die Entwicklung und Markteinführung neuer Produkte, Dienstleistungen und Verfahren sowie die Anpassung an den technologischen und demografischen Wandel,

  5. 5.

    die Förderung der Kultur der Selbstständigkeit, insbesondere durch die Unterstützung von Existenzgründungen und Unternehmensnachfolgen sowie die Vermittlung wirtschaftlichen Verständnisses schon in der Schule sowie in der Hochschule, und

  6. 6.

    die Unterstützung bei der Sicherung des Fachkräftebedarfs.

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