§ 18 ThürJAPO, Entscheidung über die Zulassung

§ 18 ThürJAPO
Thüringer Juristenausbildungs- und -prüfungsordnung (ThürJAPO)
Landesrecht Thüringen

Zweiter Abschnitt – Studium, staatliche Pflichtfachprüfung und Schwerpunktbereichsprüfung

Titel: Thüringer Juristenausbildungs- und -prüfungsordnung (ThürJAPO)
Normgeber: Thüringen
Amtliche Abkürzung: ThürJAPO
Gliederungs-Nr.: 315-3-1
Normtyp: Verwaltungsvorschrift

(1) Über die Zulassung zur staatlichen Pflichtfachprüfung entscheidet das Justizprüfungsamt. Die Versagung der Zulassung wird schriftlich begründet.

(2) Die Zulassung ist zu versagen, wenn der Bewerber

  1. 1.
    eine der nach § 16 vorgeschriebenen Voraussetzungen nicht erfüllt,
  2. 2.
    die Zulassung bei einem anderen Prüfungsamt beantragt hat und das Prüfungsverfahren nicht abgeschlossen ist,
  3. 3.
    den Prüfungsanspruch nach den Bestimmungen verloren hat, die für ein früheres rechtswissenschaftliches Studium an einer Universität außerhalb Thüringens maßgebend waren,
  4. 4.
    bereits endgültig in der Schwerpunktbereichsprüfung gescheitert ist oder
  5. 5.
    die Fristen nach § 17 Abs. 1 oder 2 Satz 2 nicht gewahrt hat.

In Ausnahmefällen kann das Justizprüfungsamt von Zulassungsvoraussetzungen befreien.

(3) Mit der Zulassung wird der Student Kandidat.

(4) Die Zulassung kann zurückgenommen werden, wenn sie der Kandidat durch eine falsche Angabe erschlichen hat oder nachträglich Tatsachen eintreten oder bekannt werden, die zu einer Versagung der Zulassung geführt hätten. Hat der Prüfungsdurchgang noch nicht begonnen, so ist die Zulassung auch dann zurückzunehmen, wenn der Kandidat die Schwerpunktbereichsprüfung zwischenzeitlich endgültig nicht bestanden hat.

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