§ 17 PPVO, Anerkennung, Gutachten, Prüfungsausschuss

§ 17 PPVO
Landesverordnung über die Prüfingenieurinnen oder Prüfingenieure für Standsicherheit, Prüfingenieurinnen oder Prüfingenieure für Brandschutz sowie Prüfsachverständigen (PPVO)
Landesrecht Schleswig-Holstein

Dritter Teil – Prüfingenieurinnen oder Prüfingenieure für Brandschutz

Titel: Landesverordnung über die Prüfingenieurinnen oder Prüfingenieure für Standsicherheit, Prüfingenieurinnen oder Prüfingenieure für Brandschutz sowie Prüfsachverständigen (PPVO)
Normgeber: Schleswig-Holstein
Amtliche Abkürzung: PPVO
Gliederungs-Nr.: 2130-9-25
Normtyp: Rechtsverordnung

(1) (weggefallen)

(2) Die anerkennende Stelle holt vor der Anerkennung ein schriftliches Gutachten über die fachliche Eignung der Antragstellerin oder des Antragstellers ein.

(3) Die Antragstellerin oder der Antragsteller hat einem Prüfungsausschuss ihre oder seine Kenntnisse schriftlich und mündlich nachzuweisen.

(4) Die oberste Bauaufsichtsbehörde bildet einen Prüfungsausschuss.

(5) Der Prüfungsausschuss besteht aus mindestens fünf Mitgliedern. Ihm sollen angehören:

  1. 1.

    ein von der Architekten- und Ingenieurkammer vorgeschlagenes Mitglied,

  2. 2.

    ein von der obersten Bauaufsichtsbehörde vorgeschlagenes Mitglied,

  3. 3.

    ein Mitglied aus dem Bereich der Feuerwehr oder einer Brandschutzdienststelle,

  4. 4.

    ein Mitglied aus dem Bereich der Sachversicherer und

  5. 5.

    ein Mitglied aus dem Bereich der Forschung und Prüfung auf dem Gebiet des Brandverhaltens von Bauprodukten und Bauarten.

(6) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben Anspruch auf eine Aufwandsentschädigung sowie auf Ersatz der notwendigen Auslagen einschließlich der Reisekosten. Als Aufwandsentschädigung erhalten die Mitglieder des Prüfungsausschusses

  1. 1.

    für die Überprüfung des fachlichen Werdegangs und der Referenzobjekte nach § 18a Absatz 2,

    je Objekt 150 Euro;

  2. 2.

    für die Vorbereitung der Aufgaben für die schriftliche Prüfung nach § 18 Absatz 2 Nummer 2

    je Stunde (maximal 50 Stunden je schriftliche Prüfung) 50 Euro;

  3. 3.

    für die Bewertung der Prüfungsarbeiten nach § 18b Absatz 7,

    je Prüfungsarbeit 150 Euro;

  4. 4.

    für die Abnahme der mündlichen Prüfung nach § 18 Absatz 2 Nummer 2,

    je Antragsteller 75 Euro.

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