§ 1678 BGB, Folgen der tatsächlichen Verhinderung oder des Ruhens für den anderen Elternteil
(1) Ist ein Elternteil tatsächlich verhindert, die elterliche Sorge auszuüben, oder ruht seine elterliche Sorge, so übt der andere Teil die elterliche Sorge allein aus; dies gilt nicht, wenn die elterliche Sorge dem Elternteil nach § 1626a Abs. 2, § 1671 oder § 1672 Abs. 1 allein zustand.
(2) Ruht die elterliche Sorge des Elternteils, dem sie nach § 1626a Abs. 2 allein zustand, und besteht keine Aussicht, dass der Grund des Ruhens wegfallen werde, so hat das Familiengericht die elterliche Sorge dem anderen Elternteil zu übertragen, wenn dies dem Wohl des Kindes dient.
Zitierungen dieses Dokuments
- BVerfG, 21.07.2010, 1 BvR 420/09 - Verfassungswidrigkeit der Regelung des Sorgerechts für unverheiratete Väter - Vereinbarkeit von § 1626a Abs. 1 Nr. 1 und § 1672 Abs. 1 BGB in der Fassung des…
- § 1682 BGB, Verbleibensanordnung zu Gunsten von Bezugspersonen
- Art. 234 EGBGB, Viertes Buch. Familienrecht
- § 49a FGG
- § 14 RPflG, Kindschafts- und Adoptionssachen
