§ 11 PPVO, Prüfungsverfahren, Anerkennung, Niederlassung

§ 11 PPVO
Landesverordnung über die Prüfingenieurinnen oder Prüfingenieure für Standsicherheit, Prüfingenieurinnen oder Prüfingenieure für Brandschutz sowie Prüfsachverständigen (PPVO)
Landesrecht Schleswig-Holstein

Zweiter Teil – Prüfingenieurinnen oder Prüfingenieure für Standsicherheit, Prüfämter für Standsicherheit, Typenprüfung und Prüfung der Standsicherheit Fliegender Bauten, Prüfingenieurinnen oder Prüfingenieure für Brandschutz → Abschnitt I – Prüfingenieurinnen oder Prüfingenieure für Standsicherheit

Titel: Landesverordnung über die Prüfingenieurinnen oder Prüfingenieure für Standsicherheit, Prüfingenieurinnen oder Prüfingenieure für Brandschutz sowie Prüfsachverständigen (PPVO)
Normgeber: Schleswig-Holstein
Amtliche Abkürzung: PPVO
Gliederungs-Nr.: 2130-9-25
Normtyp: Rechtsverordnung

(1) Über die fachliche Eignung der Antragstellerin oder des Antragstellers holt die anerkennende Stelle ein Gutachten ein. Das Gutachten wird von dem Prüfungsausschuss erstattet. Die anerkennende Stelle leitet dem Prüfungsausschuss die Nachweise nach § 10 Abs. 2 Nr. 1 zu. Der Prüfungsausschuss entscheidet gegenüber der anerkennenden Stelle über das Vorliegen der Anerkennungsvoraussetzungen nach § 10 Abs. 1 Nr. 5 bis 7 sowie über die Vergleichbarkeit von Tätigkeiten im Sinne des § 10 Abs. 1 Nr. 4. Die Entscheidung ist zu begründen.

(2) Antragstellerinnen oder Antragsteller haben ihre Kenntnisse schriftlich nachzuweisen. Einwendungen gegen die Bewertung der Prüfungsleistungen sind innerhalb von zwei Wochen nach Bekanntgabe der Bewertung gegenüber der anerkennenden Stelle schriftlich zu begründen. Sie werden dem Prüfungsausschuss zur Überprüfung der Bewertung zugeleitet. § 74 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 der Verwaltungsgerichtsordnung bleibt unberührt.

(3) Antragstellerinnen oder Antragsteller, welche die Prüfung nicht bestanden haben, können sie insgesamt nur zweimal wiederholen; dies gilt auch, soweit die Prüfung in einem anderen Land nicht bestanden worden ist. Die Prüfung ist im gesamten Umfang zu wiederholen.

(4) Die anerkennende Stelle und der Prüfungsausschuss sind an vorangegangene Gutachten oder Bewertungen nicht gebunden.

(5) Die Anerkennung wird für einen bestimmten Ort der Niederlassung ausgesprochen. Dabei soll eine flächendeckende Versorgung des Landes mit Prüfingenieurinnen oder Prüfingenieuren für Standsicherheit gewährleistet werden.

(6) Will die Prüfingenieurin oder der Prüfingenieur für Standsicherheit den Ort der Niederlassung wechseln, bedarf es der Zustimmung der anerkennenden Stelle.

(7) Die Anerkennung ist auf höchstens fünf Jahre zu befristen. Die Frist kann auf Antrag jeweils um höchstens fünf Jahre verlängert werden.

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