Master of Laws (LL.M.)

Rechtswörterbuch

 Normen 

Gesetzlich nicht geregelt.

 Information 

Juristischer Studienabschluss.

Im britisch/irisch/amerikanischen Rechtskreis kann mit dem Studienabschluss als Master of Laws eine der Voraussetzungen der Zulassung als Barrister erreicht werden. Der Studiengang baut auf den Abschluss als "Bachelor of Laws" oder einem anderen anerkannten Bachelor-Studiengang auf, der nach einem dreijährigen Studium erworben wird und (juristische) Grundqualifikationen vermittelt.

Im Zuge der internationalen Ausrichtung der Juristenausbildung wird das ein- bis zweijährige Master-Studium inzwischen auch von deutschen Juristen als Zusatzqualifikation absolviert. Voraussetzung zur Zulassung zu der weiterführenden Qualifikation ist das Erste Juristische Staatsexamen.

Ursprünglich konnte der Titel nur durch eine Ausbildung an einer ausländischen Universität erworben werden. Mittlerweile wird die Ausbildung auch an deutschen Universitäten, zum Teil auch berufsbegleitend, angeboten. Der Unterricht findet in der englischen Sprache statt.

Ziel des LL.M. sind gute englische Sprachkenntnisse, das Verständnis für eine andere Kultur und Kenntnisse des internationalen Rechts. Vielfach wird der LL.M. in einem Schwerpunktbereich erworben.

Wird die Ausbildung an einer ausländischen Universität absolviert, so unterscheiden sich die Angebote bezüglich der Leistungen, der Kosten und der geforderten Voraussetzungen gewaltig. Zu berücksichtigen ist weiterhin, dass insbesondere die anglo-amerikanischen Universitäten in einem starken Rangverhältnis zueinander stehen.

 Siehe auch 

BFH 22.07.2003 -VI R 4/02 (Aufwendungen für die Ausbildung zum LL.M als Werbungskosten)

BVerfG 18.02.1999 - 2 BvR 335/98

http://www.become-a-barrister.com

Grübnau-Rieken/Hagen: Der Studiengang zum "Master of Laws" (LL.M.) an der Fernuniversität Hagen; Juristische Schulung - JuS 2011, 42

Sanders: Die neue Ehevertragsfreiheit in England und ihre Grenzen - Radmacher v. Granatino; Neue Juristische Wochenschrift - 2011, 182