Kameralistik

Rechtswörterbuch

 Normen 

Gesetzlich nicht geregelt.

 Information 

Form der Buchführung in der öffentlichen Verwaltung.

Der Ausdruck "Kameralistik" beruht auf der historischen Entwicklung der öffentlichen Buchführung.

Kameralistik ist die in der öffentlichen Verwaltung durchgeführte Form der Buchhaltung. Im Gegenzug zu der in der Privatwirtschaft verwandten, dem Steuerrecht entsprechende kaufmännischen (doppelten Buchführung) werden die Einnahmen und Ausgaben im Zeitpunkt des tatsächlichen Eingangs bzw. Ausgangs dargestellt.

Bei der kameralistischen Buchführung sind die "Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung" nicht einzuhalten.

Derzeit wird überlegt, die Buchführung der öffentlichen Verwaltung auf die kaufmännische Buchführung umzustellen bzw. ist dies teilweise bereits geschehen.

 Siehe auch 

Kußmaul: Die Kameralistik: Beispiel zur Buchungstechnik in der Betriebskameralistik, Bezug zur kaufmännischen Buchaltung und aktuelle Entwicklungen; StB (Der Steuerberater) 2001, 224 und 254

Kußmaul: Die Kameralistik: Grundzüge der kameralistsichen Buchhaltung; StB (Der Steuerberater) 2001, 133 und 175