Fachkaufmann Außenwirtschaft

Rechtswörterbuch

 Normen 

AWFKfmPrüfV

 Information 

Die Fortbildung zum Fachkaufmann/zur Fachkauffrau Außenwirtschaft ist eine von den Industrie- und Handelskammern bzw. privaten Bildungsträgern durchgeführte Fortbildung.

Der Inhalt der Fortbildung bzw. der Prüfung bestimmte sich bis zum 31. Juli 2005 nach den Rechtsvorschriften der Industrie- und Handelskammern.

Andere Bezeichnungen für den Fachkaufmann Außenwirtschaft sind die Ausdrücke Exportkaufmann und Auslandskaufmann.

Seit dem 01. August 2005 sind die Prüfungsinhalte bundeseinheitlich in der Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfter Fachkaufmann für Außenwirtschaft geregelt.

Ziel der Prüfung ist der Nachweis zur Befähigung zu folgenden Aufgaben:

  • Anbahnung und Abwicklung von Import-, Export- und Transithandelsgeschäften

  • Entwicklung von Vorschlägen und Entscheidungshilfen zur außenwirtschaftlichen Unternehmenspolitik

  • Planung und Durchführung des Auslandsmarketing

  • Wahrnehmung von Führungsaufgaben

Voraussetzungen der Prüfungszulassung sind:

  • der Abschluss in einem kaufmännischen Ausbildungsberuf und eine mindestens ein- bzw. zweijährige Berufspraxis

    oder

  • eine mindestens fünfjährige Berufspraxis

    oder

  • der Nachweis von Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten, die eine Prüfungszulassung rechtfertigen, durch die Vorlage von Zeugnissen oder auf andere Weise

Die Prüfung ist schriftlich und mündlich durchzuführen. Prüfungsfächer sind:

  • Außenwirtschaftliche und volkswirtschaftliche Aspekte

  • Recht im Außenhandel

  • Unternehmen und Außenwirtschaft

  • Internationales Marketing

  • Im- und Exportabwicklung

  • Kommunikation und Organisation

Die für jedes Prüfungsfach detaillierten Vorgaben sind in § 4 AWFKfmPrüfV aufgeführt. Die Prüfung kann zweimal wiederholt werden.