Europäischer Berufsausweis

Rechtswörterbuch

 Normen 

§§ 4a ff. RL 2013/55

 Information 

Im Rahmen der Anerkennung von Berufsqualifikationen in der EU können die EU-Mitgliedsstaaten nach einem entsprechenden Antrag gemäß der §§ 4a ff. RL 2013/55 einen Europäischer Berufsausweis ausstellen.

Nach den Erläuterungen der RL 2013/55 soll mit dem Europäischen Berufsausweis eine Erleichterung der vorübergehenden Mobilität und der Anerkennung im Rahmen der Regelung der automatischen Anerkennung erreicht werden, er dient aber auch der Vereinfachung des Anerkennungsverfahrens nach der allgemeinen Regelung. Zweck des Europäischen Berufsausweises ist es, das Anerkennungsverfahren zu vereinfachen und die finanzielle und operative Effizienz zu steigern, wovon Berufsangehörige und zuständige Behörden profitieren werden.

Die Berufe, deren Angehörige einen Europäischen Berufsausweis beantragen können, werden von der Europäischen Kommission durch sog. Durchführungsrechtsakte festgelegt. Nach der Durchführungsverordnung RL 2013/55 kommen derzeit folgende Berufe für den Eruopäischen Berufsauweis infrage:

  • Krankenschwestern und Krankenpfleger für die Allgemeine Pflege

  • Apotheker (Grundausbildung)

  • Physiotherapeuten

  • Immobilienmakler

  • Bergführer

Für den Bereich Krankenschwestern und Krankenpfleger, Apotheker und Physiotherapeuten sind die Voraussetzungen für die Ausstellung des Berufsausweises im April 2016 in den jeweiligen Berufsordnungen niedergelegt.

Die Kommission prüft weiter die Einführung des Europäischen Berufsausweises auch für folgende Berufsgruppen:

  • Ärzte

  • Ingenieure

  • spezialisierte Krankenschwestern und Krankenpflege

  • spezialisierte Apothekerinnen und Apotheker