BVerwG, 31.08.2011 - BVerwG 8 C 16.10 - Anforderungen an den Gesellschaftsvertrag einer GmbH mit einer Gemeinde als Mehrheitsgesellschafterin bei Anwendungsausschluss der Bestimmungen des AktG für den Aufsichtsrat

Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 31.08.2011, Az.: BVerwG 8 C 16.10
Gericht: BVerwG
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 31.08.2011
Referenz: JurionRS 2011, 26161
Aktenzeichen: BVerwG 8 C 16.10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

VG Arnsberg - 13.07.2007 - AZ: 12 K 3965/06

OVG Nordrhein-Westfalen - 24.04.2009 - AZ: 15 A 2592/07

BVerwG - 30.06.2010 - AZ: BVerwG 8 B 78.09 (8 C 16.10)

Fundstellen:

BVerwGE 140, 300 - 305

AG 2011, 882-884

AuR 2011, 504

AUR 2011, 504

BB 2011, 2498 (Pressemitteilung)

EWiR 2011, 779

FStBay 2012, 122-128

Gemeindehaushalt 2011, 282

GewArch 2011, 502-503

GK 2011, 379-381

GK 2012, 26-31

GK/BW 2012, 140-141

GK/BW 2013, 66-68

GmbHR 2011, 1205-1208

GmbH-StB 2012, 16

GWR 2011, 521

IR 2012, 22-23

JZ 2014, 693

KommJur 2011, 456-459

MittBayNot 2012, 322-325

NJW 2011, 3735-3737

NJW-Spezial 2011, 751-752

NVwZ 2011, 7

NVwZ 2012, 115-117

NZG 2011, 1381-1383

VR 2012, 72

ZBB 2011, 476

ZIP 2011, 2054-2057

ZIP 2011, 6

ZNotP 2011, 470-473

Amtlicher Leitsatz:

Schließt der Gesellschaftsvertrag einer GmbH, bei der eine Gemeinde Mehrheitsgesellschafterin ist, die Anwendung der Bestimmungen des Aktiengesetzes für den vorgesehenen fakultativen Aufsichtsrat aus, so muss er regeln, was stattdessen gelten soll. Dazu gehört auch die Regelung eines eventuellen Weisungsrechts der zuständigen kommunalen Organe. Ist dies nicht ausdrücklich erfolgt, kann das Bestehen eines Weisungsrechts durch Auslegung des Gesellschaftsvertrages ermittelt werden.

In der Verwaltungsstreitsache

hat der 8. Senat des Bundesverwaltungsgerichts

auf die mündliche Verhandlung vom 31. August 2011

durch den Vorsitzenden Richter am Bundesverwaltungsgericht

Prof. Dr. Dr. h.c. Rennert,

die Richterin am Bundesverwaltungsgericht Dr. von Heimburg,

den Richter am Bundesverwaltungsgericht Dr. Deiseroth und

die Richterinnen am Bundesverwaltungsgericht Dr. Hauser und Dr. Held-Daab

für Recht erkannt:

Tenor:

Das Verfahren wird eingestellt, soweit es die Kläger zu 2 und 4 betrifft. Insoweit sind das Urteil des Verwaltungsgerichts Arnsberg vom 13. Juli 2007 und das aufgrund der mündlichen Verhandlung vom 24. April 2009 ergangene Urteil des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen mit Ausnahme der Kostenentscheidungen wirkungslos.

Die Revision der Kläger zu 1 und 3 gegen das genannte Urteil des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen wird zurückgewiesen.

Von den Kosten des Revisionsverfahrens tragen die Kläger zu 1 und 3 jeweils ein Drittel, die Kläger zu 2 und 4 jeweils ein Sechstel.

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