BVerwG, 25.02.2010 - BVerwG 3 C 18.09 - Die sich in der Funktionsidentität ausdrückende Gesamtrechtsnachfolge als Rechtsnachfolge i.S.d. § 11 Abs. 3 Vermögenszuordnugsgesetz (VZOG); Belegenheit eines von einer Gemeinde zurückverlangten Grundstücks als Kriterium zur Bestimmung der restitutionsberechtigten Körperschaft bei Aufteilung des früheren Gemeindegebietes unter mehreren neuen Gemeinden

Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 25.02.2010, Az.: BVerwG 3 C 18.09
Gericht: BVerwG
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 25.02.2010
Referenz: JurionRS 2010, 12571
Aktenzeichen: BVerwG 3 C 18.09
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

VG Gera - 16.12.2008 - Az.: VG 6 K 305/08 Ge

Rechtsgrundlagen:

Art. 21 Abs. 3 EV

Art. 22 Abs. 1 S. 7 EV

§ 11 Abs. 1 S. 1 VZOG

§ 11 Abs. 3 VZOG

§ 9 Abs. 1 S. 1 DDR-Kommunalverfassung 1990

Fundstellen:

DÖV 2010, 1032

DVBl 2010, 663

JZ 2010, 310

LKV 2010, 367-369

ThürVBl 2010, 183-185

Amtlicher Leitsatz:

Unter Rechtsnachfolge im Sinne des § 11 Abs. 3 VZOG ist die sich in der Funktionsidentität ausdrückende Gesamtrechtsnachfolge zu verstehen.

Die Belegenheit eines von einer Gemeinde nach Art. 21 Abs. 3 oder Art. 22 Abs. 1 Satz 7 i.V.m. Art. 21 Abs. 3 EV zurückverlangten Grundstücks kann nur dann als Kriterium zur Bestimmung der restitutionsberechtigten Körperschaft herangezogen werden, wenn das frühere Gemeindegebiet auf mehrere neue Gemeinden aufgeteilt worden ist (Aufgabe der bisherigen Rechtsprechung des Senats, Beschluss vom 16. November 2004 - BVerwG 3 B 41.04 - Buchholz 428.2 § 11 VZOG Nr. 31).

In der Verwaltungsstreitsache
...
hat der 3. Senat des Bundesverwaltungsgerichts
auf die mündliche Verhandlung vom 25. Februar 2010
durch
den Vorsitzenden Richter am Bundesverwaltungsgericht Kley und
die Richter am Bundesverwaltungsgericht Liebler, Prof. Dr. Dr. h.c. Rennert, Buchheister und Dr. Wysk
für Recht erkannt:

Tenor:

Das Urteil des Verwaltungsgerichts Gera vom 16. Dezember 2008 wird, soweit die Klage auf Zuordnung der in den Anlagen zum Bescheid des Bundesamts für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen vom 24. April 2006 aufgeführten Grundstücke abgewiesen worden ist, und hinsichtlich der Kostenentscheidung aufgehoben.

In diesem Umfang wird die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das Verwaltungsgericht zurückverwiesen.

Die Kostenentscheidung bleibt der Schlussentscheidung vorbehalten.

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