BVerwG, 24.05.2011 - BVerwG 9 B 97.10 - Jagdgenossenschaften steht eine Klagebefugnis zu gegen flurbereinigungsrechtliche, eine Veränderung oder den Wegfall ihres gemeinschaftlichen Jagdbezirks bewirkende Maßnahmen; Klagebefugnis von Jagdgenossenschaften gegen flurbereinigungsrechtliche, eine Veränderung oder den Wegfall ihres gemeinschaftlichen Jagdbezirks bewirkende Maßnahmen

Bundesverwaltungsgericht
Beschl. v. 24.05.2011, Az.: BVerwG 9 B 97.10
Gericht: BVerwG
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 24.05.2011
Referenz: JurionRS 2011, 18008
Aktenzeichen: BVerwG 9 B 97.10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

OVG Schleswig-Holstein - 02.09.2010 - AZ: OVG 10 KS 1/09

Fundstelle:

NVwZ-RR 2011, 711

Amtlicher Leitsatz:

Jagdgenossenschaften steht in Anbetracht ihres eigentumsrechtlich geschützten Jagdausübungsrechts im gemeinschaftlichen Jagdbezirk eine Klagebefugnis gegen flurbereinigungsrechtliche Maßnahmen zur Änderung der Eigentumslage zu, die nach den jagdrechtlichen Vorschriften zwangsläufig eine Veränderung ihres gemeinschaftlichen Jagdbezirks oder dessen Wegfall zur Folge haben.

In der Verwaltungsstreitsache hat
der 9. Senat des Bundesverwaltungsgerichts
am 24. Mai 2011
durch
den Vorsitzenden Richter am Bundesverwaltungsgericht Dr. Storost und
die Richter am Bundesverwaltungsgericht Dr. Christ und Prof. Dr. Korbmacher
beschlossen:

Tenor:

Das Urteil des Schleswig-Holsteinischen Oberverwaltungsgerichts vom 2. September 2010 wird aufgehoben.

Der Rechtsstreit wird zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das Oberverwaltungsgericht zurückverwiesen.

Die Entscheidung über die Kosten bleibt der Schlussentscheidung vorbehalten.

Der Wert des Streitgegenstandes wird für das Beschwerdeverfahren auf 5 000 € festgesetzt.

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