BVerwG, 19.10.2011 - BVerwG 5 C 6.11 - Erforderlichkeit einer Identität der Anspruchsberechtigten im Rahmen der Vorrang-Nachrang-Regelung des § 10 Abs. 4 S. 2 SGB VIII 2005

Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 19.10.2011, Az.: BVerwG 5 C 6.11
Gericht: BVerwG
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 19.10.2011
Referenz: JurionRS 2011, 29122
Aktenzeichen: BVerwG 5 C 6.11
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

VG Köln - 26.11.2009 - AZ: 26 K 1461/09

OVG Nordrhein-Westfalen - 01.04.2011 - AZ: 12 A 153/10

Rechtsgrundlage:

§ 10 Abs. 4 S. 2 SGB VIII 2005

Fundstellen:

DÖV 2012, 164

DVBl 2012, 122

JAmt 2012, 47-50

Jugendhilfe 2012, 105-109

NDV-RD 2012, 22-24

NVwZ-RR 2012, 67-69

ZfSH/SGB 2012, 33-36

Amtlicher Leitsatz:

Im Rahmen der Vorrang-Nachrang-Regelung des § 10 Abs. 4 Satz 2 SGB VIII 2005 ist nur eine Konkurrenz gleichartiger Leistungspflichten und keine Identität der Anspruchsberechtigten erforderlich.

In der Verwaltungsstreitsache

hat der 5. Senat des Bundesverwaltungsgerichts

auf die mündliche Verhandlung vom 19. Oktober 2011

durch den Vizepräsidenten des Bundesverwaltungsgerichts Hund,

die Richterin am Bundesverwaltungsgericht Stengelhofen und

die Richter am Bundesverwaltungsgericht Dr. Störmer, Dr. Häußler

und Dr. Fleuß

für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen vom 1. April 2011 wird zurückgewiesen.

Der Beklagte trägt die Kosten des Revisionsverfahrens.

Diese Artikel im Bereich Soziales und Sozialversicherung könnten Sie interessieren

Bundessozialgericht | Vertragsärzte dürfen nicht streiken

Bundessozialgericht |  Vertragsärzte dürfen nicht streiken

Das Bundessozialgericht (BSG - B 6 KA 38/15 R) hat am 30. November 2016 entschieden, dass Vertragsärzte nicht berechtigt sind, ihre Praxis während der Sprechstundenzeiten zu schließen, um an einem… mehr

Zuzahlungsverzicht bei medizinischen Hilfsmitteln erlaubt

Zuzahlungsverzicht bei medizinischen Hilfsmitteln erlaubt

Urteil vom 1. Dezember 2016 – I ZR 143/15 – Zuzahlungsverzicht bei Hilfsmitteln mehr

Scheinselbstständigkeit in Krankenhäusern

Scheinselbstständigkeit in Krankenhäusern

In vielen Krankenhäusern wird selbstständiges Pflegepersonal auf der Basis von Honorarverträgen eingesetzt (freie Mitarbeit). Das Risiko, im Rahmen einer Betriebsprüfung zu… mehr