BVerwG, 19.04.2011 - BVerwG 1 C 2.10 - Mit dem Erwerb der Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung erledigt sich ein zuvor erteilter unbefristeter Aufenthaltstitel und lebt auch durch die Rücknahme der Einbürgerung nicht wieder auf; Erledigung eines zuvor erteilten unbefristeten Aufenthaltstitels durch den Erwerb der Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung

Bundesverwaltungsgericht
Urt. v. 19.04.2011, Az.: BVerwG 1 C 2.10
Gericht: BVerwG
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 19.04.2011
Referenz: JurionRS 2011, 19543
Aktenzeichen: BVerwG 1 C 2.10
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

VG Braunschweig - 23.11.2006 - AZ: 5 A 88/06

OVG Niedersachsen - 30.09.2009 - AZ: 12 LC 77/07

Fundstellen:

BVerwGE 139, 337 - 346

AUAS 2011, 194-196

BayVBl 2012, 25-27

DVBl 2011, 1047

DVBl 2011, 3

NJW 2011, 8

NVwZ 2012, 56-58

NVwZ 2011, 6

Städtetag 2011, 38

ZAR 2012, 80

Amtlicher Leitsatz:

Mit dem Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung erledigt sich ein dem früheren Ausländer zuvor erteilter unbefristeter Aufenthaltstitel (hier: Aufenthaltsberechtigung nach § 27 AuslG 1990) auf sonstige Weise gemäß § 43 Abs. 2 VwVfG und lebt auch durch die Rücknahme der Einbürgerung mit Wirkung für die Vergangenheit nicht wieder auf.

In der Verwaltungsstreitsache
...
hat der 1. Senat des Bundesverwaltungsgerichts
auf die mündliche Verhandlung vom 19. April 2011
durch
die Präsidentin des Bundesverwaltungsgerichts Eckertz-Höfer,
die Richter am Bundesverwaltungsgericht Prof. Dr. Dörig und Richter,
die Richterin am Bundesverwaltungsgericht Beck und
den Richter am Bundesverwaltungsgericht Prof. Dr. Kraft
für Recht erkannt:

Tenor:

Die Revision des Klägers gegen den Beschluss des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts vom 30. September 2009 wird zurückgewiesen.

Der Kläger trägt die Kosten des Revisionsverfahrens.

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