BVerwG, 09.06.2011 - BVerwG 3 C 14.11 (3 C 44.09) - Antrag auf Ergänzung eines Urteils nach § 120 Abs. 1 VwGO ist bei schlüssigem Aufzeigen der Möglichkeit des Übergehens eines gestellten Antrags oder der Kostenfolge zulässig; Zulässigkeit eines Antrags auf Ergänzung eines Urteils nach § 120 Abs. 1 VwGO bei schlüssigem Aufzeigen der Möglichkeit des Übergehens eines gestellten Antrags oder der Kostenfolge; Rechtmäßigkeit des Verwerfens eines offensichtlich unzulässigen Ergänzungsantrags durch einen Beschluss ohne mündliche Verhandlung

Bundesverwaltungsgericht
Beschl. v. 09.06.2011, Az.: BVerwG 3 C 14.11 (3 C 44.09)
Gericht: BVerwG
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 09.06.2011
Referenz: JurionRS 2011, 19498
Aktenzeichen: BVerwG 3 C 14.11 (3 C 44.09)
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

VG Trier - 02.12.2008 - AZ: 1 K 533/08.TR

OVG Rheinland-Pfalz - 24.11.2009 - AZ: 6 A 10113/09.OVG

BVerwG - 16.12.2010 - AZ: BVerwG 3 C 44.09

nachgehend:

BVerfG - 29.10.2015 - AZ: 2 BvR 1493/11

BVerwG - 19.09.2016 - AZ: 3 C 22.15 (3 C 44.09)

Rechtsgrundlagen:

§ 120 Abs. 1 VwGO

Art. 108 AEUV

Art. 81f. EG

Art. 88 Abs. 3 S. 3 EG

Fundstellen:

DÖV 2011, 784

HFR 2011, 1250-1251

NJW 2011, 8

NVwZ 2011, 1196-1198

Amtlicher Leitsatz:

Der Antrag auf Ergänzung eines Urteils nach § 120 Abs. 1 VwGO ist nur zulässig, wenn zumindest die Möglichkeit des Übergehens eines gestellten Antrags oder der Kostenfolge schlüssig aufgezeigt wird. Ein danach offensichtlich unzulässiger Ergänzungsantrag kann durch Beschluss ohne mündliche Verhandlung verworfen werden.

In der Verwaltungsstreitsache
hat der 3. Senat des Bundesverwaltungsgerichts
am 9. Juni 2011
durch
den Vorsitzenden Richter am Bundesverwaltungsgericht Kley,
die Richter am Bundesverwaltungsgericht Liebler, Buchheister, Dr. Wysk und
die Richterin am Bundesverwaltungsgericht Dr. Kuhlmann
beschlossen:

Tenor:

Die Anhörungsrügen der Klägerinnen gegen das Urteil des Senats vom 16. Dezember 2010 - BVerwG 3 C 44.09 - werden zurückgewiesen.

Die Anträge auf Ergänzung des Urteils werden verworfen.

Die Klägerinnen tragen die Kosten der Verfahren je zur Hälfte.

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