BVerwG, 04.01.2012 - BVerwG 1 WDS-VR 8.11 - Antrag auf Verlängerung der Verwendungsdauer beim Deutschen Luftwaffenkommando USA/CAN wegen des geplanten Besuchs eines "International Baccalaureate Program" durch das Kind anstelle des Abiturs

Bundesverwaltungsgericht
Beschl. v. 04.01.2012, Az.: BVerwG 1 WDS-VR 8.11
Gericht: BVerwG
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 04.01.2012
Referenz: JurionRS 2012, 10011
Aktenzeichen: BVerwG 1 WDS-VR 8.11
 

Redaktioneller Leitsatz:

1.

Die Anordnung der aufschiebenden Wirkung gegen die Versetzungsanordnung eines Berufssoldaten kommt nur in Betracht, wenn sich bereits bei summarischer Prüfung durchgreifende Zweifel an der Rechtmäßigkeit der angefochtenen Maßnahme ergeben oder dem Soldaten durch deren sofortige Vollziehung unzumutbare, insbesondere nicht wiedergutzumachende Nachteile entstünden.

2.

Die jederzeitige Versetzbarkeit gehört zu den freiwillig übernommenen Pflichten eines Berufssoldaten und zum prägenden Inhalt seines Wehrdienstverhältnisses.

3.

Die schulische Situation der Kinder von Soldaten ist grundsätzlich kein Versetzungshindernis.

In dem Wehrbeschwerdeverfahren des Herrn - Bevollmächtigte: Rechtsanwälte hat der 1. Wehrdienstsenat des Bundesverwaltungsgerichts durch den Vorsitzenden Richter am Bundesverwaltungsgericht Golze, die Richterin am Bundesverwaltungsgericht Dr. Frentz und den Richter am Bundesverwaltungsgericht Rothfuß am 4. Januar 2012 beschlossen:

Tenor:

Der Antrag wird abgelehnt.

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